Donnerstag, 25. April 2013

Die kleinen Glücksmomente im Leben

..... sind die, wenn mir bewusst wird, dass ich z.B. in der Mittagspause (nein, heute bin ich bei dem schönen Wetter mal keine Runde um den See gelaufen) nur 5 Minuten bis zu meiner Lieblingsbank (mitten in der Natur) laufen muss.

 
Dann endlich bei den ersten warmen, und wahrscheinlich auch letzten Sonnenstrahlen in dieser Woche (keine Angst, dass wird nicht schon wieder ein Wetter-Jammer-Post), diese Aussicht geniessen kann.

 
Ehrlich, ich bin definitiv kein Stadtmensch, war ich noch nie, käme mir auch nie in den Sinn, auch wenn es gewisse Vorteile hat. Aber zu Arbeitsbeginn oder Feierabend nie im Stau stehen zu müssen, hat auch was.
 
Schon lange nervt mein Mann rum, warum ich mir nicht lieber einen Job im Unterland suche. Er ist ohnehin die Woche über immer weg.  Es ist abzusehen, dass meine Chefs in den nächsten Jahren sich zur Ruhe setzen werden, da hat er nicht ganz Unrecht. Aber solange es geht, geniesse ich es hier oben in den Bergen und möchte gar nicht weg.
 
Besonders jetzt zu dieser Zeit. Seit den Osterferien herrscht hier Nebensaison. Fast alle Geschäfte sind geschlossen, die Hotels machen alle Betriebsferien (meist bis Anfang Juni), es gibt keine Urlauber und Touristen und der Ort wird zur Zeit nur von wenigen Einheimischen und gaaaanz vielen Bauarbeitern und Handwerkern belebt.

Bei dieser Ruhe und herrlichem Sonnenschein lässt sich die Mittagspause mit `ner Brezel und der Klatsch-u. Tratsch-Presse besonders geniessen.


Während dieser Stunde Pause kam gerade mal ein älterer Herr mit Walkingstöcken vorbei.
War lustig, denn beim kurzen und sehr netten Plausch mit Ihm stellte sich heraus: er nutzt die Mittagspause genauso wie ich, um immer mal schnell eine kleine Walkingrunde zu drehen. Mal sehen, vielleicht laufen wir uns ja jetzt noch öfters über den Weg.
Gut das ich nicht in der Stadt arbeiten muss ;-)!

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende (für mich hat es gerade schon begonnen)!

Herzliche Grüsse,

Eure Sabine

Freitag, 19. April 2013

"Marita- Knit-Dress" von StyleArc

So, endlich kann ich Euch mal wieder ein fertiggenähtes Teil vorstellen.

Als Vorlage diente das "Marita-Knit-Dress" von StyleArc:


Voila, hier ist mein Kleid:




 
Wie man sieht, entspricht das Endergebnis nicht so ganz der Modellabbildung. Aber das liegt nicht an mir, sondern am Schnittmuster. Die Symmetrie ist hier nicht wirklich vorhanden, was man dann, beim genauen Betrachten des Schnittmusters für das Vorderteil, schon erahnen kann.
 
Ich hatte mir im Netz viele Fotos von diesem Kleid angeschaut und musste feststellen, sie sehen eigentlich alle ein wenig anders aus. Zum einen natürlich Figurbedingt, denn dadurch ändert sich die Raffung natürlich massiv. Die Eine hat mehr Oberweite, die Andere mehr Bauch usw..
 
Der Schnitt hat mich viel Zeit und Nerven gekostet, denn die Passform war für mich nicht so optimal.
Ich hatte mir die Größe 16 bestellt (das passt eigentlich immer), aber bei diesem Schnitt hätte ich lieber Gr. 18 nehmen sollen. Denn Eins habe ich festgestellt, je lockerer der Schnitt, umso besser und modellähnlicher wird die Raffung. Das Vorder-u.Rückenteil habe ich also nochmal neu zugeschnitten. Zum Glück hatte ich genug Stoff davon. Außerdem sass bei mir die Taille viel zu hoch. Hier musste ich fast 5cm hinzufügen, da sonst die Raffung direkt unter der Brust verlief. In der Rückenlänge habe ich zu Taillenmitte etwas keilförmig Mehrweite rausnehmen müssen. Diesen Hinweis bekam ich zum Glück schon vorher von Yvonne. Deshalb bekam mein Rückenteil eine Taillennaht, dadurch bekommt das Rückenteil eine bessere Form und lenkt den Blick nicht so auf den Po (hoffe ich jedenfalls ;-)).
Die Raffung entsteht dann ganz leicht, wenn man die zwei angezeichneten Markierungspunkte miteinander verbindet. Das hatte ich mir erst einmal zur Probe nur festgesteckt, war aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Es hatte eine sehr asymmetrische Raffung. Stecknadel wieder entfernt, dann die Markierungspunkte völlig ignoriert und dann einfach selber die Punkte zur Raffung festgelegt.
 
In der Saumlänge hatte ich dann auch nochmal 3cm hinzugefügt, hätte es aber gerne noch ein paar Zentimeter länger gehabt. Die Raffung verschlingt einiges an Weite und Länge.
 
Ach ja, das hätte ich jetzt fast vergessen zu erwähnen. Der Stoff ist ein dickerer Jersey, ähnlich einem Romanit. Aber nicht so steif und fest, viel weicher. Er ist eher mit einem "Punta di Roma"-Jersey vergleichbar.
 
Mein Fazit: Der Schnitt hat noch Potenzial und ist noch ein wenig verbesserungswürdig, jedenfalls was meine Figur betrifft. Irgendwann werde ich mich bestimmt nochmal an diesen Schnitt wagen, dann vielleicht aus einem dünnen, sommerlichen Jersey.
 
Wer noch weitere Versionen des Schnittmusters sehen möchte. Mema und Yvonnet haben auch schon dieses Kleid genäht, die sind auch sehr schön geworden.
 

Sonntag, 14. April 2013

Ende mit der Blogstille und raus aus dem Nähtief!

Manchmal habe ich so Phasen (meistens im grauen und kaltem Winter), da kann ich mich zu gar nichts aufraffen. Mir fehlte nach dem SWAP-Finale jegliche Motivation und Lust, mir irgendetwas Schönes zu nähen. Auf Winterklamotten hatte ich definitiv keine Lust mehr! Für leichte Kleidung war/ist es aber noch viel zu früh. Mal ehrlich, hättet Ihr bei diesem Anblick Lust auf Kleider, Blusen oder ähnliches?


 
 Fotos, aufgenommen letzte Woche bei meinem täglichen Spaziergang rund um den (immer noch zugefrohrenen) See, während meiner Mittagspause. Zur Zeit muss ich mich wieder zu mehr Bewegung zwingen, denn von den 10 Kilo, die ich letztes Jahr so schön abgenommen habe, sind langsam und schleichend wieder 5 drauf. Das trug natürlich auch noch zusätzlich zur Nähunlust bei!
 
Jetzt soll der Frühling ja endlich kommen und die Temperaturen steigen ja bereits. Mit Rückkehr der milderen Temperaturen, steigt nun auch meine Lust zum Nähen wieder.
Einiges ist bereits unter der Maschine. Ich konnte mich so schlecht entscheiden und so habe ich gleich mehrere Projekte gleichzeitig in Angriff genommen und werde, je nachdem woran ich gerade Lust habe, nähen.
 
Fangen wir mal mit den Style-Arc-Schnitten an:
"Style-Arc" ist ein australischer Schnittmusterhersteller, auf den ich zu der Zeit aufmerksam geworden bin, als Prinz William und Kate heirateten. Denn keine 24 Stunden später brachten sie als Erste den Schnitt von Pippa`s legendärem Brautjungfern-Kleid heraus.
Als Mema vor einigen Monaten eine Sammelbestellung anbot (ich habe immer noch ein wenig Hemmungen in Übersee zu bestellen), wusste ich sofort, welche Schnittmuster ich mir bestelle.
 
 
 Als ersten Schnitt wollte ich das "Marita-Knit-Dress" ausprobieren:

Diesen Schnitt fand ich wegen seiner "Verwicklungen" sehr interessant. Dieses Kleid kann ich Euch in den nächsten Tagen bereits zeigen, denn bis auf die Säume ist es auch fertig.
 
 
 Als nächstes kommt dieses Kleid, nennt sich "Anna-Dress":

hier fand ich den Schnitt sehr feminin und hoffe mal, dass er mir auch gut steht.
Für das Kleid habe ich einen Jersey bei Buttinette gefunden (war aber sehr schnell ausverkauft).
 
Ganz schön bunt, was? :-)))) Da tun einem fast die Augen weh!
 
 Die kräftig bunten Farben sind zwar sehr ungewöhnlich für mich, aber mir ist zur Zeit sehr nach solchen Farben und der Stoff gefiel mir so gut, dass ich meine Prinzipien (keine Poly-Stoffe zu verarbeiten) völlig über Bord geworfen habe.
 Damit aber ein bisschen Ruhe in das Ganze kommt, werde ich die Blenden (genau wie auf der Modellabbildung) in Uni-Schwarz machen.
 
 
Und der dritte Schnitt, den ich mir bei Style-Arc bestellt habe, ist die Bluse "Tiffany":
 
 
An dieser Bluse gefällt mir der sehr halsferne Ausschnitt!
Ich liebe ja Schluppenblusen, musste aber für mich feststellen, dass mir Schluppenblusen nur stehen, wenn sie(also die Schluppen meine ich) vom Hals weiter weg sind, sonst sehe ich darin zu bieder aus.
 
 
Für diese Bluse habe ich den gepunkteten Seidenstoff, ein dünner Satin, (erstanden im letzten Toskana-Urlaub im vergangenen Sommer) vorgesehen. Aber ich nehme die matte Seite, denn da sind die Pünktchen nicht so hartweiss, sondern wirken eher cremé. Das steht mir farblich besser.
 
So, dass waren die Style-Arc-Schnitte, die zum Teil in Arbeit sind.
 
Außerdem habe ich mich spontan zu einer weiteren Bluse von Yvonet hinreißen lassen. Sie hat diese Bluse nach dem Vogue-Schnitt 1323 bereits genäht und hier vorgestellt. Das ist ein Schnitt, ganz nach meinem Geschmack!
 
(Also, ich nähe nur die Bluse! Die Hose ist nichts für mich!)
 
Eigentlich war mir der Schnitt völlig entgangen, auch weil das Titelmodell sehr unglücklich ausgewählt war. Durch den gemusterten Stoff und auch durch die Pose des Models konnte man vom Schnitt nur wenig erahnen.
 
 
Hierfür habe ich einen dünnen Seidensatin gewählt und der Farbton ist genauso, wie er auf dem Foto erscheint (passt wieder zum SWAP ;-)).
Da glänzende Seide ja bekanntlich jedes Kilo zu viel noch deutlich hervorhebt, werde ich auch hier wieder hauptsächlich mit der matten Seite arbeiten. Die Ausschnitt- und Abschlussblenden, sowie die Klappen der Brusttaschen werden aber aus der glänzenden Seite gearbeitet. Bei der Passe bin ich mir noch etwas unschlüssig, welche Seite ich dafür nehme.
Der Korpus plus Kleinteile sind auch bereits zugeschnitten. Die Ärmel habe ich noch zurückgelassen, um notfalls noch Änderungen bezüglich der Schulterbreite vornehmen zu können.
 
So, dass sind erstmal die wichtigsten Nähprojekte, auf die ich mich jetzt konzentrieren möchte und ich will eigentlich alle bis im Mai fertighaben, denn dann geht es wieder in den Italien-Urlaub und da heisst es ja bekanntlich "bella figura- machen" ;-)!
 
Natürlich sind in den letzten Wochen auch noch ein paar Stoffneuzugänge, hauptsächlich Bouclés und Tweed-Stoffe, hinzugekommen. Aber dazu später mehr! Nicht gleich alles auf einmal ;-)!
 
Bis die Tage, geniesst die langersehnte Sonne,
 
Eure Sabine!

Sonntag, 3. März 2013

SWAP H/W-`12/13 (letzter) Statusbericht!

Ich muss mich schon wieder entschuldigen! Ich bin mal wieder viel zu spät dran, es tut mir leid! Aber ich war die letzten Tage ständig unterwegs und fand einfach nicht die Zeit, den Bericht für das SWAP-Abschluss-Resümee zu schreiben.

Also, meine graue Hose ist leider nur zugeschnitten und mehr war diese Woche einfach nicht drin. Dadurch kann ich leider keine grossen Kombinationsmöglichkeiten zeigen.

Meine Basisfarben für meine SWAP- Garderobe ist Schwarz und Grau.
Diese Basisfarben wollte ich mit Lila- und Aqua-Tönen kombinieren.
So sahen meine unverarbeiteten Stoffstapel aus:


 
Zu den Aqua-Farben bin ich leider noch gar nicht gekommen. Ich hatte mich bis jetzt erstmal nur auf die Lila-Grau-Richtung konzentriert.

Fertig genäht wurden von mir 7 Teile.

3 Kleider:

 
 
 
Desweiteren 2 Oberteile:


Und eine Strickjacke, die nur hier nochmal aufgeführt wird, die aber gleich wieder in den Altkleidersack wandert!
Man sieht schon an meinem Gesichtsausdruck, dass das kein Lieblingsteil von mir ist- ich fühle mich darin nicht wohl und habe sie bis zum heutigen Tag auch noch nie getragen.

Zu guterletzt ist dann noch der Mantel entstanden,


der sich auch gut mit den bisher entstandenen Teilen kombinieren lässt.

Hier nochmal in Kombi mit den 3 Kleidern:



 
So, und das sind noch alles Teile, die ich bis zum Endtermin leider nicht geschafft habe.
 
 
Sie stehen aber immer noch auf meiner Wunschliste.
Wie man sieht, fehlen mir hauptsächlich noch die wichtigen Basisteile, wie z.B. Hose, Rock und Blazer. Da ich an meinem Farbstil nichts ändern werde, bleibe ich auch weiterhin diesem Plan treu und möchte ihn weiter verfolgen, auch wenn der offizielle SWAP nun zu Ende ist. Nur werde ich durchaus auch mal etwas Nicht-SWAP-mässiges dazwischen schieben. Schließlich beginnt bald die schöne Zeit der Frühlings-Sommerkleider ;-).
 
Mein Resümee: Mir war von vornherein klar, dass es mir sehr schwerfallen wird, mich konsequent an diesem Plan zuhalten. Ich neige doch sehr zu spontanen Nähprojekten, dass war mir klar. Diese Spontanität hat mir beim SWAP-Nähen gefehlt und dass hatte zum Ergebnis geführt, dass ich letztendlich viel weniger genäht habe, als ich es üblicherweise tue. Gerne hätte ich das ein oder andere außerplanmäßige Projekt dazwischengeschoben, aber ich wollte kein Nähchaos produzieren und so war meine Motivation, am SWAP dranzubleiben, oft dahin. Hinzu kam noch ein leicht unterschwelliger Zeitdruck, immer am nächsten 1. eines Monats genug Neues präsentieren zu können. Auch das hat die Motivation ein wenig gedämpft.
Positiv ist zu sagen, dass mir der SWAP und vor allem in der Gruppe nähen, viel Spass gemacht hat. Ich habe dadurch neue Blogs entdeckt. Es war sehr interessant zu sehen, für welche Stoffe, Schnitte und Farben sich die anderen SWAP-Teilnehmerinnen sich entscheiden und diese Pläne umsetzen.
 
Ganz herzlich möchte ich Mema, Immi und Rong für die Idee und Durchführung des SWAPs danken!
Bei Ihnen findet Ihr auch die anderen SWAP-Teilnehmer!
 



 
 

Mittwoch, 27. Februar 2013

Vielen Dank!

Ich möchte mich hiermit ganz herzlich für Eure lieben Worte bedanken! Ich bin überwältigt und freue mich sehr darüber, dass Euch mein Mantel so gut gefällt!

In einem Kommentar fragte Annette, wie ich bei der Schulterbreite verkürzen, vorgehe. Da dieses Thema schon oft auch in Foren diskutiert wurde und das Thema bestimmt noch andere Leser interessiert, möchte ich diese Frage mal öffentlich hier im Post beantworten.

Irgendwo im "Hobbyschneiderforum" wurde mal in diesem Zusammenhang erwähnt, dass das, was man an der Schulterbreite kürzt, muss man an der Oberarmkugel des Ärmels wieder ansetzen.

Meine Erfahrung ist, dass dieser Betrag beim Ärmel oben ansetzen, bei Weitem nicht ausreicht!

 
Hier habe ich mal ein Foto, wo man das sehr deutlich erkennen kann. Deshalb ist der Mantel auch immer noch nicht fertig, da ich die Ärmel nochmal raustrennen muss und dazu bisher zu faul war ;-).  .Wie man sieht, knicken die Ärmel ab bzw. gehen deutlich vom Körper weg. Beim Tragen des Mantels zeigen sich dann deutliche Falten (besonders von hinten). Leider wird in fast keinem Buch das Thema behandelt. Lediglich in einem Buch (Müllers Passformfehler) wird erwähnt, dass bei solch einer Faltenbildung das Armloch zu tief ist oder auch anders herum gesehen, die Armkugel ist nicht hoch/tief  genug.
Im Bsp. von meinem letzten Mantel hatte ich die Schulterbreite um 2,5cm gekürzt. An der Armkugel habe ich aber erst einmal 3,5cm hinzugefügt. Dann einen Ärmel  probehalber eingenäht. Immer noch leichtes Abknicken des Ärmels. Ärmel nochmal raus und unten im Achselbereich der Armkugel noch einmal einen guten halben Zentimeter weggeschnitten, wieder eingenäht und nun passt`s.
Ich habe also statt der fehlenden 2,5cm von der gekürzten Schulterbreite an der Oberarmkugel letztendlich 4cm hinzugefügt. Das ist ein Mehrbetrag von 1,5cm, der das Abknicken der Ärmel somit beseitigt hat. Der Betrag variiert je nach Schnitt immer ein klein wenig, deshalb gebe ich nicht gleich zu viele Zentimeter hinzu, denn so kann ich immer noch korrigieren.
Warum man mehr hinzufügen muss als man kürzt, kann ich nicht sagen. Aber, da ich bei meinen Schnitten fast immer die Schulterbreite kürzen muss, habe ich immer diese Erfahrung gemacht und vielleicht hilft es ja dem Ein oder Anderen weiter. 
 
 
Falls doch jemand von Euch einen Tipp hat, in welchem Fachbuch man etwas über dieses Thema findet, bin ich für einen Hinweis sehr dankbar!
 

Montag, 25. Februar 2013

Mein 7. SWAP-Teil (Burda 117-12/2012)

Als erstes muss ich mich entschuldigen, auch auf so manchen Kommentar hier im Blog nur sehr spät, bzw. auch gar nicht reagiert zu haben! Viel zu lange war es hier ruhig, dabei wollte ich im Februar doch so richtig Gas geben und noch einiges beim SWAP aufholen. Leider kam mal wieder alles anders als geplant. Eigentlich ohnehin viel zu tun, legte mich noch eine dicke Grippe so lahm, dass meine Energie über Wochen nur zum Nötigsten reichte. Hinzu kommt noch, dass meine Motivation der Jahreszeit entsprechend, gerade so richtig im Keller ist. Mir hängt der ganze Schnee zum Hals raus und dabei haben wir erst Ende Februar.
Ich kaufe schon jede Woche frische Frühlingsblumen, um mir so wenigstens einen schönen Farbtupfer ins Haus zu holen (und somit auch eine kleine Illusion ;-)).

Die letzten Tage bin ich oft damit beschäftigt, auf diverse Internetseiten eine entsprechende Unterkunft für unseren Frühlingsurlaub (leider aber erst im Mai) zu suchen. Dabei träume ich mich schon weit weg in wärmere Regionen ;-). Ich mag auch keine dicken Klamotten mehr anziehen und will endlich Frühling und Sommerkleidung nähen (da schwebt mir nämlich schon ein leichtes, hellblaues Hemdblusenkleid aus einem schönen Leinen vor)! Geht es Euch auch so? Kommt Euch der Winter in diesem Jahr auch besonders lang vor?

Aber nun genug gejammert, kommen wir endlich zum eigentlichen Grund des Posts.
Heute möchte ich Euch meinen neuen SWAP-Mantel


 nach dem Schnitt aus der Burdastyle 117-12/2012 vorstellen.

Und jetzt kommt meine Bilderflut, denn ich habe den Mantel jeweils mit den 3 verschiedenen Kleidern aus dem SWAP kombiniert. Eigentlich wollte ich Euch gerne mal wieder Tragefotos von Aussenaufnahmen präsentieren, aber für diesen Mantel ist es definitiv noch zu kalt. Heute morgen, auf dem Weg zu Arbeit, waren es -18°C....brrrr, fürchterlich.

 
 Hier mit dem Burda-Kleid aus dem anthrazitfarbenen Romanitjersey, der seitlichen Raffung und Wasserfall-Ausschnitt und wegen der 3/4Ärmel Langarmhandschuhe aus butterweichem Nappaleder.



(Das Foto ist leider ein wenig unscharf, es war aber das Einzige mit geschlossenem Mantel an mir)



Ich war mir ja sehr lange unschlüssig, wie lang der Mantel eigentlich werden sollte. Zuletzt hatte ich ja hier erwähnt, dass ich mich für eine Länge kürzer wie das Burda-Kleid entschieden habe. Doch inzwischen habe ich es fast bei der Originallänge belassen. Lediglich 4cm kamen ab, so dass der Mantel gerade so die Saumlänge des Kleides bedeckt. Bei der Anprobe fand ich es so dann doch besser.

Hier mit dem Burdakleid aus dem beflocktem Jersey und auch einem Wasserfallkragen.


Und zum Schluss das "kleine Schwarze" (Museums-Dinner-Kleid):




Der Stoff war eigentlich ein schöner und sehr flauschiger Walk. Wieso war? Tja, nach dem sorgfältigem Aufbügeln der Einlage ist daraus ein schöner, fester Stoff mit Loden-Charakter entstanden. Das fand ich zu diesem schlichten, klaren Schnitt dann sogar passender. Also habe ich alle Schnittteile komplett mit Einlage bebügelt, um ein gleichmässiges Ergebnis zu erzielen.



Besonders gefällt mir an diesem Schnitt ja die Schnittführung, denn der Brustabnäher verläuft in dem Taillenabnäher und in der Taillennaht sind dann auch die Taschen versteckt. Das erfordert ein stichgenaues Nähen, dass ist aber auch schon die einzige knifflige Stelle an dem Schnitt.
Da die vorderen Kanten nur voreinander und nicht übereinander geschlossen und einzig vom Bindegürtel gehalten werden, will ich noch einen kleinen, versteckten Hakenverschluss an der Innenseite anbringen. Dann kann man sich darin bewegen wie man will, ohne ständig darauf achten zu müssen, dass der Mantel nicht aufklafft.
Die Ärmelform habe ich abgeändert, denn ich stehe nicht so auf ausgestellte Ärmel. Meine sind jetzt gerade geschnitten und in 3/4 Länge (Ihr wisst ja, ich mag alles, was 3/4Ärmel hat).
Ansonsten musste ich nur noch die Schulterbreite wieder um 2,5cm verschmälern. Weitere Änderungen waren bei diesem Schnitt nicht nötig.
Bei besonderen Anlässen (zum Bsp. royale Hochzeiten oder so) ein bisschen ladylike mit farblich passender Ansteckblüte:

 
 



Allerdings muss ich dann auf den passenden Kopfschmuck verzichten, sonst sehe ich schnell aus, wie Queen Mum persönlich ;-).
Nein, im Ernst. Ich mag gerade die Schlichtheit des Schnittes und werde den Mantel ohne Schnickschnack tragen, schließlich ist die Farbe schon Aussage genug ("ziemlich krasse Farbe",so der Kommentar von meinem Mann). Die Farbe ist hier auf den letzten Fotos sehr gut und originalgetreu getroffen. Auf den Tragefotos fällt das Lila leider ein wenig zu beerig aus.

Innen ist der Mantel mit Anthrazitfarbenem Stretchfutter abgefüttert. Wie es sich gehört, mit Bewegungsfalte im Rückenteil und von Hand eingenähtes Ärmelfutter, damit alles gut sitzt und auch innen nichts verrutscht. Wegen der vielen Handarbeit beim Abfüttern, hasse ich es auch so.

 
Fazit: Ein sehr schöner, zeitlos klassischer Schnitt, den ich sehr empfehlen kann.
Ein Mantel, der bestimmt oft von mir getragen wird!

So, ... und nun muss ich sehen, ob ich bis zum 1.März (unserem SWAP-Abschluss-Stichtag) wenigstens noch die dunkelgraue Hose schaffe, denn die ist noch ein wichtiger Bestandteil des SWAP`s, um gut die bereits entstandenen Teile kombinieren zu können. Drückt mir bitte die Daumen!

Montag, 21. Januar 2013

Mein "kleines Schwarzes"!

Dem Anlass entsprechend, brauchte ich ganz dringend ein kleines Schwarzes. Für das kommende Wochenende haben wir hier ein so genanntes Museums-Dinner gebucht, d.h. 7 Gänge in 7 Räumlichkeiten und unter dem Motto "All`italiana- Sonne auf dem Teller". Was auch sonst, bei meinem Hang zu Italien ;-).
Dafür sollte meine Garderobe elegant und nicht zu auffällig sein. Ich wollte ein Kleid, das ganz klassisch-zeitlos, elegant und ohne jeglichen Firlefanz ist.
Das Kleid, für welches ich mich entschieden habe, ist von Burda Nr. 1003 (Fertigschnitt), allerdings findet man es auch in der "Klassik"-Ausgabe von Burda. Auf den Schnitt bin ich aufmerksam geworden, als ich in der Burda-User-Galerie das Kleid von Maxi gesehen habe. Leider ist für Schweizerinnen kein rankommen an den Schnitt, da er nicht im regulären Katalog geführt wird und Burda leider keine Schnittmuster in die Schweiz versendet. Zum Glück war Maxi so lieb und hat mir den Schnitt in meiner Größe zugeschickt, wofür ich Ihr sehr dankbar bin.

Ich habe das Modell A mit 3/4langen Ärmeln genäht.




Und hier ist mein "kleines Schwarzes":


Das Kleid ist aus schwarzem Romanit-Jersey von Buttinette. Auf das Abfüttern des Kleides habe ich aus Gründen des Komforts verzichtet, da ich lieber ein bequemes Unterkleid darunter ziehe.


Die Kette hatte ich zwar extra für dieses Kleid gekauft, sehe aber nun auf den Fotos, dass ich sie doch nicht so perfekt dazu finde. Da werde ich lieber eine zierliche Goldkette mit Stein dazu tragen.

 
Änderungen waren kaum nötig. In der Saumlänge habe ich 6 cm hinzugefügt und die Taillenabnäher im unteren Vorderteil habe ich weggelassen, da ich es nicht zu Figur-betont, sondern Figur-umspielend wollte.
Der Schnitt ist relativ schnell genäht. Sollte ich den Schnitt nochmal nähen (werde ich bestimmt ;-)), dann werde ich beim nächsten Mal den Ausschnitt noch etwas mehr verschmälern. Ich habe hier bereits an jeder Seite des Ausschnittes die Schulternaht um 1,5cm verbreitert, aber es könnte ruhig noch mehr sein. Die BH-Träger schauen ständig hervor, da muss ich noch so Halter anbringen und es sitzt doch recht knapp auf der Schulter.

 
Hier die passenden Accessoires etwas näher und deutlicher. Stiefeletten und Abendtasche sind aus Velourleder und der Gürtel war ein Schnäppchen von nur 5 Franken von H&M. Eigentlich wollte ich ein paar sehr elegante hohe Stiefel mit dünnem Absatz und vorne spitz. Aber bei meiner Schuhgrösse ist es soooo schwierig, was passendes zu finden.
 
Zum Kleid fehlt ja auch noch eine passende Jacke.
 
Hier liegt mein neuer, dunkelgrauer Kunstfaserpelz. Daraus soll noch eine schlichte, Kragen- und Verschluss-lose Jacke genäht werden. Mal sehen, ob ich es noch schaffe. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, da findet sich auch noch was im Kleiderschrank.

 
Beide Teile, also schwarzes Kleid und die Felljacke passen super zum SWAP. Dadurch wird nun meine noch zu nähende Swap- Liste leider nicht kürzer. Im Gegenteil, es sind trotzdem noch weitere 3 Teile (vorerst ;-)) hinzugekommen.
 
Eigentlich wollte ich Euch ja endlich meinen lilafarbenen Mantel präsentieren. Aber wie man sieht, kommt einem doch immer etwas dazwischen.