Mittwoch, 14. Januar 2015

Meine Käferjacke "Rosa" (der erste kleine Zwischenbericht)

Heute hatte ich frei und ich habe mir einen schönen gemütlichen Tag gemacht.
 Während es draussen stürmte und schneite, konnte man sich mit ruhigem Gewissen ins Nähzimmer verkriechen.

Die Käferjacke nimmt so langsam Form an. Der Rumpf ist fertig, aber so richtige Euphorie löst sie nach der ersten Anprobe noch nicht bei mir aus. O-Ton des Mannes dazu: "Siehst aus wie ein dicker Käfer!" So ganz unrecht hat er damit leider nicht! Die Schnittform mit den Falten seitlich im Rücken ist doch schon sehr gewöhnungsbedürftig, besonders von der Seite betrachtet. Ich hoffe, die Form wirkt dann noch stimmiger, wenn auch die Ärmel dann eingesetzt sind.

Die Stoffwahl, denke ich, war für diese Jacke eine gute Entscheidung. Der Loden hat ein wenig Stand, was der Faltenpartie und Abnähern im Rückenteil sehr entgegenkommt. Leider blieb die Falte bei der Anprobe nie so richtig ordentlich liegen und dann sah es noch komischer von der Seite aus.
 Deshalb habe ich die Falten in der Tiefe noch einmal zusätzlich mit ein paar Handstichen am Rückenteil fixiert.
 Jetzt bleiben sie endlich an Ort und Stelle.

Dieser Loden ist doch auch ein wenig störrischer als gedacht. Sämtliche Nahtzugaben musste ich auch hier von Hand fixieren, damit die Nähte schön flach bleiben.

Als nächstes ist nun das Einsetzen der Ärmel dran und dann kann sie mich hoffentlich etwas mehr überzeugen ;-).

Freitag, 9. Januar 2015

Hochmotiviert und voller Tatendrang!

Ein Resümee über das vergangene Jahr brauche ich gar nicht erst zu machen. Hier herrschte 2014 (aus beruflichen Gründen) extremer Zeitmangel und deshalb war hier im Blog so gut wie nichts mehr los. Daher ist die Liste der genähten Kleidungsstücke recht überschaubar geworden und erfordert auch keine Rückblende ;-).


Die letzten Wochen bzw. Monate waren auch (entgegen aller Hoffnungen) wieder sehr stressig und vor allem sehr anstrengend. Die Umstellung im neuen Job hat mich doch mehr gefordert als erwartet. So viel Neues und alles auf einmal. Abends nach Feierabend brummte mir der Schädel wie verrückt. Auch an die neuen Arbeitszeiten musste ich mich sehr gewöhnen. Aber ansonsten ist alles gut.


Zum Nähen bin ich in letzter Zeit nicht sehr viel gekommen. Aber mein Motto lautete diesbezüglich: "Kleinvieh macht auch Mist". Hier und da konnte ich an manchem Wochenende doch mal das ein oder andere Stündchen abzwacken.


Eigentlich wollte ich ja erst wieder posten, wenn meine Seidenbluse mit dem Libellen-Print fertig ist (eine solange Pause war allerdings nicht eingeplant). Aber das wird wohl noch etwas dauern. Seit Wochen hängt sie halbfertig auf der Schneiderbüste rum und wartet noch auf die notwendigen Passformänderungen, samt Ärmel.






Mir fehlt einfach die Lust am Weitermachen.

Den dazugehörigen Rock habe ich allerdings schon fertig. Schmal geschnitten und hinten mit ausgestelltem Saum,


(Ihr seht hier die Heck-Ansicht)
passt er, glaube ich, sehr gut zur Bluse. Auf Schnitt und Rock gehe ich später, wenn die Bluse mal fertig werden sollte, auch näher ein.

Des weiteren wurde noch schnell für den Sylvester-Urlaub dieses Wickelkleid aus Jersey, mit dem für Gucci typischen Trensen-Print fertig.



Allerdings kam es im Urlaub dann doch nicht zum Einsatz. Daher kann ich Euch leider auch hier noch keine Tragefotos vorweisen. Die werden aber mit Sicherheit noch folgen- dickes Ehrenwort!!!


Nun, mit Beginn des neuen Jahres bin ich derzeit gerade hochmotiviert und voller Tatendrang, was das Nähen betrifft! ....
.... Allerdings habe ich eher Lust auf was Neues!




Denn diese Käferjacke namens "Rosa" war sofort das Teil meiner Begierde als ich es im Vintage-Heft von Burda sah. Dieses Modell stammt im Original von Cristobal Balenciaga und ich bin mindestens ein ebenso grosser Fan seiner Mode, wie von Coco Chanel.

An Weihnachten bekam ich dieses tolle Buch von meinem Mann geschenkt.



Es beinhaltet eine sehr schöne Portrait-Sammlung der grössten und einflussreichsten Designer, unter anderem auch von Balenciaga.



(Bildquelle: alle Fotos entstammen dem Buch "Masters of Fashion")
Viele grossen Designer schwärmen von seinem Talent, bezeichnen ihn auch heute noch, lange nach seinem Tod, als den "grossen Meister unter den Couturiers". Am schönsten finde ich den Satz von Diana Vreeland: "Wenn eine Frau in Balenciaga den Raum betritt, verschwinden alle anderen"!
Auch dieses rote Kostüm aus dem Burda-Heft findet man in diesem Buch


(Bildquelle: alle Fotos entstammen dem Buch "Masters of Fashion")

Leider fehlte mir lange Zeit der passende Stoff für diese Jacke. Doch letzte Woche waren wir wieder Mal im schönen Südtirol und da stand ein Besuch beim grössten Loden- u. Walkhersteller, der Firma "Moessmer" in Bruneck, schon lange ganz oben auf meiner Wunschliste. Im dortigen Firmen-Outlet gibt es nämlich auch wunderschöne Stoffe als Meterware.
Dort fand ich dann einen wunderschönen leichten hellgrau-melierten Loden. Es waren nur noch 1,65m auf dem Stoffballen und für die Jacke benötigt man 1,60m- also perfekt! Der musste mit!!!

Als Futter kommt dieser schwarz-weiss-gemusterte Seidensatin im Retro-Muster zum Einsatz.
Das helle Grau passt super zu meiner Basis-Garderobe in Dunkelblau, Schwarz und Dunkelgrau/Anthrazit.
Das Schnittmuster ist bereits kopiert und beim ersten Probe-Anhalten sagt mir mein Gefühl: die hintere Jackenlänge ist perfekt, aber vorne könnte sie (für meine Figur schmeichelnder) 2- 3cm länger sein. Mal sehen, ob ich das nun mache. Die Ärmel bleiben bei mir Dreiviertel-lang, dann können endlich mal wieder meine schwarzen Langarm-Leder-Handschuhe zum Einsatz kommen. Das sieht dann noch ein wenig stilechter aus ;-).

Freitag, 31. Oktober 2014

Winterkleid (Burdastyle 116-07/2014)

Noch haben wir hier einen wirklich schönen goldenen Herbst. Aber es wird trotzdem Zeit für die Wintergarderobe.
Seit dem letzten Frühjahr habe ich hier einen sehr stabilen und festen Jersey liegen. Die Qualität ist so eine Art Romanit-Jersey, doch deutlich fester wie ich es sonst gewohnt bin. Den Stoff hatte ich damals bei Buttinette bestellt und wollte daraus ein Kleid mit Drapierung nähen, was ich bei dieser Qualität natürlich abhaken konnte.
Also nach einem anderen Schnitt gesucht und



diesen hier für gut befunden.

Bei mir ist es natürlich kein Mini-Kleid geworden. Ich habe in der Länge 10 cm hinzugefügt. 
Den Ausschnitt habe ich auch verändert, denn ich wollte eher einen U-Boot-Ausschnitt an diesem Kleid haben. Dieses Mal waren keine weiteren Änderungen nötig. Selbst die Schulterbreite war hier ok. 
Was leider auf den Fotos gar nicht rüberkommt, ist mal wieder die Farbe. Der Stoff ist nämlich rosa-grundig und hat schwarze Schraffierungen. Von links ist er uni-rosa. Damit hätte man bei einem anderen Modell auch schön mit spielen können. Auf den Fotos sieht es leider nach schwarz-weiss aus.





Burda sieht bei diesem Kleid eigentlich einen Reißverschluss im Rückenteil vor, aber durch den U-Boot-Ausschnitt konnte ich dann auf ihn verzichten.
Der Schnitt fällt von der Weite her sehr großzügig aus. Eigentlich nähe ich bei Burda-Schnitten immer nach einer Gr.46. Hier reichte aber die Gr.44 vollkommen aus.
Beim nächsten Mal muss ich beim Brustabnäher noch 1 cm mehr mit rein nehmen und diesen dann noch 1 cm höher setzen, dann wäre es perfekt.
In den Seitennähten sind ja die Nahttaschen versteckt. Das ist das Einzige, was mich noch grübeln lässt. Soll ich sie drin lassen oder doch wieder raustrennen? Sie machen ein wenig fett, wenn die Hände darin sind und lasse ich sie draußen, gibt es unschöne Dellen an der Seite. Ich und Nahttaschen- wir werden wohl nie so richtig warm miteinander.

So, ... und aus dem Rest gibt es gleich noch ein Kleid.


Das ist der Burda-Einzelschnitt: Nr.6916


An der Seite muss noch der Reißverschluss rein und die Ärmel in uni-schwarz fehlen noch und dann natürlich noch von Hand säumen. 
Eigentlich ist das nur ein Probemodell und wird vielleicht wieder als Hauskleid enden. Mal sehen, was mein Gefühl sagt, wenn es fertig ist. Die Passform ist aber schon mal sehr gut. Lediglich wieder die Schulterbreite verringern.

Und beim nächsten Post gibt es dann hoffentlich wirklich die Bluse aus dem Libellen-Stoff zu sehen ;-).

Ein herrliches und entspanntes Wochenende wünscht Euch 
herzlichst Sabine!



Dienstag, 21. Oktober 2014

Rosige Zeiten

Vielen Dank erstmal für die besorgten Nachfragen von einigen lieben Lesern! Es tut gut zu wissen, dass man doch ein wenig vermisst wird in dem Dschungel der Nähblogs!
Tja, was soll ich groß drum herum reden. Der Post-Titel "Rosige Zeiten" bezieht sich definitiv nicht auf meine letzten Monate. Wie ich mal zu Beginn des Jahres erwähnte, bekam ich Ende 2013 einen neuen Arbeitgeber. Die Hoffnung auf gute Zusammenarbeit war gross, doch leider entpuppte sich das Ganze als großen Alptraum. Permanent musste ich Überstunden leisten und teilweise war ich bis zu 90 Stunden in der Woche unterwegs. Da bleibt für rein gar nichts mehr private Zeit übrig. Entsprechend groß war der Frust und meine Motivation sank mit jeder geleisteten Überstunde immer mehr in den Keller. Denn einen Freizeitausgleich gab es in den ganzen Monaten nicht. Deshalb war hier in meinem Blog auch absolut nichts los. Doch irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, beruflich einfach alles hin zuschmeißen und wie so oft in so einer Situation, boten sich mir plötzlich ganz viele tolle Möglichkeiten. Nun habe ich endlich wieder meinen Traumjob in einem grossen Unternehmen und der neue Arbeitgeber ging sogar auf meine Wünsche bezüglich des Arbeitspensums und -zeit ein.
Somit werde ich in Zukunft auch endlich wieder Zeit zum Nähen und Bloggen finden.
Am 1.November geht es schon im neuen Job los und bis dahin habe ich noch fast 2 Wochen frei und möchte diese NUR ZUM NÄHEN nutzen.

Das letzte Wochenende lud wettermäßig ja direkt zu einem Kurztrip ein. Wir entschieden uns kurzer Hand mal ein Wochenende in Ulm zu verbringen. Das liegt nur 2 Auto-Stunden von uns entfernt und bedarf keiner großen Planung. Dort wollte ich natürlich unbedingt mal bei "Stoffe Creativ" vorbei schauen, denn auf der Webseite hatte ich bereits einige interessante Stoffe entdeckt. Natürlich bin ich dort auch fündig geworden. Gekauft habe ich dort nur Nude-farbene hochwertige Stoffe aus Schurwolle und Seide.

Meine Ausbeute und aus diesem Grund der Post-Titel "Rosige Zeiten":


 Wie man unschwer erkennen kann, stehe ich zur Zeit hauptsächlich auf Nude- und Puder-Töne (der gepunktete Stoff mal ausgenommen). Aber nicht alle Stoffe habe ich aus Ulm mitgebracht. Einige sind online bei Autfizz-Stoffe gekauft, sowie Urlaubs-Mitbringsel aus der Toskana.

 
Der Blusen-Stoff (in der Mitte, mit den kleinen Libellen) ist bereits in Arbeit und wird vielleicht noch diese Woche hier im Blog präsentiert, damit es endlich auch wieder Augen-futter gibt.



All diese Stoffe sollen in diesem Herbst-Winter unbedingt vernäht werden. Das habe ich mir als ganz großes Ziel gesetzt und will auch daran festhalten.

Diesen Bouclé-Stoff habe ich in Orvieto (Toskana) in einem ganz kleinen und unscheinbaren Laden entdeckt. Eigentlich habe ich in Orvieto keinen Stoff-laden gesehen, sondern nur ein kleines Geschäft mit Haushalts-Textilien und ein paar Knäuel Wolle. Doch ganz hinten im Eck hatte es nur wenige Stoffballen und darunter war auch dieser wunderschöne Bouclé mit goldenem Lurex-faden eingewebt. Ich habe mich in dem Moment gefühlt wie ein Trüffelhund nach erfolgreicher Suche ;-).

Es ist zwar der teuerste Bouclé den ich je gekauft habe, aber auch der absolut Schönste!


Gleich nach dem Kauf bin ich mit dem neuen Stoff noch mal 3 Geschäfte zurück gelaufen, zu einem Knopf-laden und dort habe ich doch tatsächlich noch die passenden Chanel-Knöpfe und Borte gefunden. 
Somit war der Urlaub für mich gelaufen und hat sich definitiv gelohnt, denn ich war glücklich ;-)!

Nun muss ich auch endlich mal eine neue Chanel-Jacke nähen, denn Bouclés dafür habe ich nun genug!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Sommerliche Näh-Pläne!

Frisch eingetroffen sind meine neuesten Schnittmuster für die nächsten Näh-Projekte!


Heute hatte ich ganz überraschend mal frei bekommen (oh, welch ein Wunder!) und konnte ein wenig an meinem gepunkteten Borkenkrepp-Kleid weiterarbeiten. Ich hoffe, es wird spätestens morgen Abend fertig sein. Und dann, ....
ja, dann kommt das Schwierigste: sich entscheiden zu müssen, was man als nächstes näht.
Ganz oben auf der Liste steht bei mir zur Zeit Bademode, weil ich die jetzt auch am dringendsten benötige. Gerade erst vor 2 Jahren gekaufte Bikinis, zeigen nämlich schon starke Altersschwächen durch ausgeleierte Gummis :-(. Mal sehen, ob das bei Selbstgenähten dann anders ist.

P:S: Ganz herzlichen Dank für Eure Kommentare! Auch wenn ich es zur Zeit leider nicht schaffe, auf jeden Kommentar zu antworten, freue ich mich doch immer riesig und es motiviert!
Vielen Dank und liebe Grüsse,
Eure Sabine

Sonntag, 29. Juni 2014

Und ein weiterer Pseudo-Wickelkleid-Schnitt (McCalls 6713)!

Ich hatte es ja bereits im letzten Post angekündigt: es wurde mal wieder ein weiterer Pseudo-Wickelkleider-Schnitt von mir ausprobiert und mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Aber seht selbst!










Der Schnitt ist von McCalls, die Nr.6713 und ich habe das Modell A mit dem ausgestellten Rockteil genäht.



Der Stoff ist ein dunkelblauer Viskose-Jersey mit weißen kleinen Punkten, der sehr stretchig ist.



Meistens gehen wir samstags immer auf den Markt in der Churer Altstadt. Da bot es sich natürlich an, mein neues Kleid anzuziehen und dort Fotos zu machen.


 (Bestimmt 70% aller Fotos kann ich immer vergessen, weil ich grad doof gucke, oder die Augen ausgerechnet in dem Moment geschlossen habe, oder der Fotograf nicht auf den ordentlichen Sitz des Kleidungsstückes achtet, oder sonst irgendwas anderes ist!)


Der Stoff wirkt auf den Fotos richtig psychedelisch.



Toll finde ich dieses eingesetzte Schärpenteil, welches gedoppelt und in die geteilte vordere Rockbahn mit eingenäht wird.




 Man (oder besser gesagt- ich) fühlt sich richtig feminin in diesem Kleid.






Einen Nachteil hat dieses Kleid aber: es wird komplett gefüttert und somit ist es doch recht schwer, besonders durch meinen gewählten Viskose-Jersey. Im Italienurlaub vor zwei Wochen, konnte ich es kaum tragen. Es war mit 36/37°C einfach zu heiss für dieses Kleid.Ich glaube, beim nächsten Mal würde ich die Abfütterung weglassen und lieber ein Unterkleid darunter tragen. Dadurch ist natürlich auch die Taillennaht etwas auftragend. Für das Rockteil habe ich Wirkfutter verwendet, das ist wenigsten etwas leichter und kann sich auch nicht aushängen.

Das Oberteil hatte ich aus dem Jersey abgefüttert, wie es die Anleitung vorschreibt. Allerdings habe ich die Ausschnitt-kante nicht verstürzt, sondern habe aus dem Jersey eine Blende angesetzt. Zum einen hatte ich die Befürchtung, dass durch das Verstürzen die Kante  nicht schön genug am Körper anliegt und unfreiwillige Einblicke gewährt und zum anderen bin ich von einem vielleicht zu tiefen Ausschnitt ausgegangen, was aber völlig unbegründet war.
Die Größe fand ich jetzt nicht zu groß ausfallend (ist ja sehr oft der Fall). Ich hatte im oberen Bereich Gr.18 und in der Taille Gr.20 gewählt und das passte dann auch sehr gut!
Ach ja, fast hätte ich es doch vergessen! Einen ganz großen Minuspunkt bekommt der Schnitt für seine Brust-abnäher im Futterteil (die waren extrem tütig und nur für Frauen mit seeehr großer Oberweite gedacht) und

ACHTUNG: die Armausschnitte waren viel zu groß!

Wie ich schon erwähnte, sollte das ganze Oberteil samt Rücken an Auschnitt und Armausschnitten verstürzt werden. Als ich das an den Armausschnitten tat und schnell noch mal anprobierte, konnte man seitlich sehr weit blicken ;-). Nun hatte ich aber vor dem Verstürzen der Armausschnitte die Nahtzugaben schon eingeschnitten und konnte das Ganze nur noch retten, indem ich es mit Jerseystreifen etwas stramm haltend, einfasste. So konnte ich das Armloch wenigstens etwas ausbessern.

Mein Fazit: ein sehr schöner Schnitt für Frauen, die wie ich Wickelkleider lieben, aber keine in der Taille mit Gürtel gebundenen tragen können. Ich werde es auch nochmal nähen, dann aber mit einem sehr sehr leichten Jersey.

Jetzt habe ich bereits zwei Pseudo-Wickelkleider aus dem gleichen Jersey in unterschiedlichen Farben in meinem Schrank hängen.




Das pinkfarbene Wickelkleid hatte ich bereits vor zwei Jahren hier vorgestellt!

Sonntag, 15. Juni 2014

Mit neuen Mitbringseln und viel Inspiration.....

gerade frisch aus dem Kurzurlaub zurück gekehrt, lässt es sich natürlich leicht Pläne schmieden. Obwohl ich, was das Pläne schmieden anbetrifft, in den letzten Jahren/Monaten deutlich vorsichtiger und zurückhaltender geworden bin. Aber da ich mit "nur" zwei neuen Stoffen und ein paar schwarzen "Fendi"-Knöpfen für einen Hosenanzug aus dem Italien-Urlaub zurück gekommen bin, sind meine nächsten Nähprojekte doch recht überschaubar und sehr realistisch einzuschätzen ;-).


 Der erste Stoff ist ein Borkenkrepp aus einem Baumwolle-Seiden-Gemisch in Marineblau-Creme mit einem Champagner-farbenen Futter.
Daraus soll dieses leichte Sommerkleid werden:


Passend dazu habe ich mir noch eine schöne Creme-farbene Lederhandtasche in zeitlos-klassischer Form gekauft.

Diese passt zu ganz vielen Teilen aus meiner Garderobe und natürlich auch zu meinem zweiten Stoff, den ich mir aus dem Urlaub mitgebracht habe.


Der zweite Stoff ist ein Baumwolle-Viskose-Gemisch und soll auch ein ärmelloses Sommerkleid werden, möglichst wieder ohne viele Teilungsnähte, damit das Muster nicht so zerstört wird. Aber einen konkreten Schnitt habe ich noch nicht ins Auge gefasst. Mal sehen, was sich daraus ergibt.

Und besonders stolz bin ich auf mein neues Mitbringsel (welches zwar nichts mit dem Nähen zu tun hat, aber auch super zu mir und meiner Garderobe passt).
Beim Bummeln durch Merans Altstadt habe ich nämlich diesen Regenschirm von "Moschino" aus der "Cheap and Chic"-Kollektion entdeckt und musste ihn unbedingt haben. 


Ich finde diese Kollektion total lässig und sehr witzig! Bereits vor ein paar Jahren hatte ich mir ja mal ein Seidentuch, welches ich immer an der Handtasche befestigt habe, gekauft und da passt der Schirm sehr gut dazu. Und "Olivia" in Form von Coco Chanel fand ich sehr originell, der musste einfach mit.

Im nächsten Post kann ich Euch auch mal wieder was Genähtes zeigen, denn gerade noch rechtzeitig für den Urlaub ist ein neues Jerseykleid in Wickeloptik entstanden. Doch leider habe ich noch keine Tragefotos, denn zum Tragen des Kleides war es mit permanenten 36-37°C einfach zu heiß.

Noch in eigener Sache:
Gerade ist auf der deutschen Burdastyle- Homepage unter der Rubrik "Atelierbesuche", eine Art Interview zu sehen, bei dem ich 10 Fragen von Burda beantworte und Einblicke in mein Nähzimmer gewähre.
 Wen es interessiert, kann ja hier mal reinklicken!


Einen guten Wochenstart wünscht Euch
Eure Sabine!