Donnerstag, 3. Juli 2014

Sommerliche Näh-Pläne!

Frisch eingetroffen sind meine neuesten Schnittmuster für die nächsten Näh-Projekte!


Heute hatte ich ganz überraschend mal frei bekommen (oh, welch ein Wunder!) und konnte ein wenig an meinem gepunkteten Borkenkrepp-Kleid weiterarbeiten. Ich hoffe, es wird spätestens morgen Abend fertig sein. Und dann, ....
ja, dann kommt das Schwierigste: sich entscheiden zu müssen, was man als nächstes näht.
Ganz oben auf der Liste steht bei mir zur Zeit Bademode, weil ich die jetzt auch am dringendsten benötige. Gerade erst vor 2 Jahren gekaufte Bikinis, zeigen nämlich schon starke Altersschwächen durch ausgeleierte Gummis :-(. Mal sehen, ob das bei Selbstgenähten dann anders ist.

P:S: Ganz herzlichen Dank für Eure Kommentare! Auch wenn ich es zur Zeit leider nicht schaffe, auf jeden Kommentar zu antworten, freue ich mich doch immer riesig und es motiviert!
Vielen Dank und liebe Grüsse,
Eure Sabine

Sonntag, 29. Juni 2014

Und ein weiterer Pseudo-Wickelkleid-Schnitt (McCalls 6713)!

Ich hatte es ja bereits im letzten Post angekündigt: es wurde mal wieder ein weiterer Pseudo-Wickelkleider-Schnitt von mir ausprobiert und mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Aber seht selbst!










Der Schnitt ist von McCalls, die Nr.6713 und ich habe das Modell A mit dem ausgestellten Rockteil genäht.



Der Stoff ist ein dunkelblauer Viskose-Jersey mit weißen kleinen Punkten, der sehr stretchig ist.



Meistens gehen wir samstags immer auf den Markt in der Churer Altstadt. Da bot es sich natürlich an, mein neues Kleid anzuziehen und dort Fotos zu machen.


 (Bestimmt 70% aller Fotos kann ich immer vergessen, weil ich grad doof gucke, oder die Augen ausgerechnet in dem Moment geschlossen habe, oder der Fotograf nicht auf den ordentlichen Sitz des Kleidungsstückes achtet, oder sonst irgendwas anderes ist!)


Der Stoff wirkt auf den Fotos richtig psychedelisch.



Toll finde ich dieses eingesetzte Schärpenteil, welches gedoppelt und in die geteilte vordere Rockbahn mit eingenäht wird.




 Man (oder besser gesagt- ich) fühlt sich richtig feminin in diesem Kleid.






Einen Nachteil hat dieses Kleid aber: es wird komplett gefüttert und somit ist es doch recht schwer, besonders durch meinen gewählten Viskose-Jersey. Im Italienurlaub vor zwei Wochen, konnte ich es kaum tragen. Es war mit 36/37°C einfach zu heiss für dieses Kleid.Ich glaube, beim nächsten Mal würde ich die Abfütterung weglassen und lieber ein Unterkleid darunter tragen. Dadurch ist natürlich auch die Taillennaht etwas auftragend. Für das Rockteil habe ich Wirkfutter verwendet, das ist wenigsten etwas leichter und kann sich auch nicht aushängen.

Das Oberteil hatte ich aus dem Jersey abgefüttert, wie es die Anleitung vorschreibt. Allerdings habe ich die Ausschnitt-kante nicht verstürzt, sondern habe aus dem Jersey eine Blende angesetzt. Zum einen hatte ich die Befürchtung, dass durch das Verstürzen die Kante  nicht schön genug am Körper anliegt und unfreiwillige Einblicke gewährt und zum anderen bin ich von einem vielleicht zu tiefen Ausschnitt ausgegangen, was aber völlig unbegründet war.
Die Größe fand ich jetzt nicht zu groß ausfallend (ist ja sehr oft der Fall). Ich hatte im oberen Bereich Gr.18 und in der Taille Gr.20 gewählt und das passte dann auch sehr gut!
Ach ja, fast hätte ich es doch vergessen! Einen ganz großen Minuspunkt bekommt der Schnitt für seine Brust-abnäher im Futterteil (die waren extrem tütig und nur für Frauen mit seeehr großer Oberweite gedacht) und

ACHTUNG: die Armausschnitte waren viel zu groß!

Wie ich schon erwähnte, sollte das ganze Oberteil samt Rücken an Auschnitt und Armausschnitten verstürzt werden. Als ich das an den Armausschnitten tat und schnell noch mal anprobierte, konnte man seitlich sehr weit blicken ;-). Nun hatte ich aber vor dem Verstürzen der Armausschnitte die Nahtzugaben schon eingeschnitten und konnte das Ganze nur noch retten, indem ich es mit Jerseystreifen etwas stramm haltend, einfasste. So konnte ich das Armloch wenigstens etwas ausbessern.

Mein Fazit: ein sehr schöner Schnitt für Frauen, die wie ich Wickelkleider lieben, aber keine in der Taille mit Gürtel gebundenen tragen können. Ich werde es auch nochmal nähen, dann aber mit einem sehr sehr leichten Jersey.

Jetzt habe ich bereits zwei Pseudo-Wickelkleider aus dem gleichen Jersey in unterschiedlichen Farben in meinem Schrank hängen.




Das pinkfarbene Wickelkleid hatte ich bereits vor zwei Jahren hier vorgestellt!

Sonntag, 15. Juni 2014

Mit neuen Mitbringseln und viel Inspiration.....

gerade frisch aus dem Kurzurlaub zurück gekehrt, lässt es sich natürlich leicht Pläne schmieden. Obwohl ich, was das Pläne schmieden anbetrifft, in den letzten Jahren/Monaten deutlich vorsichtiger und zurückhaltender geworden bin. Aber da ich mit "nur" zwei neuen Stoffen und ein paar schwarzen "Fendi"-Knöpfen für einen Hosenanzug aus dem Italien-Urlaub zurück gekommen bin, sind meine nächsten Nähprojekte doch recht überschaubar und sehr realistisch einzuschätzen ;-).


 Der erste Stoff ist ein Borkenkrepp aus einem Baumwolle-Seiden-Gemisch in Marineblau-Creme mit einem Champagner-farbenen Futter.
Daraus soll dieses leichte Sommerkleid werden:


Passend dazu habe ich mir noch eine schöne Creme-farbene Lederhandtasche in zeitlos-klassischer Form gekauft.

Diese passt zu ganz vielen Teilen aus meiner Garderobe und natürlich auch zu meinem zweiten Stoff, den ich mir aus dem Urlaub mitgebracht habe.


Der zweite Stoff ist ein Baumwolle-Viskose-Gemisch und soll auch ein ärmelloses Sommerkleid werden, möglichst wieder ohne viele Teilungsnähte, damit das Muster nicht so zerstört wird. Aber einen konkreten Schnitt habe ich noch nicht ins Auge gefasst. Mal sehen, was sich daraus ergibt.

Und besonders stolz bin ich auf mein neues Mitbringsel (welches zwar nichts mit dem Nähen zu tun hat, aber auch super zu mir und meiner Garderobe passt).
Beim Bummeln durch Merans Altstadt habe ich nämlich diesen Regenschirm von "Moschino" aus der "Cheap and Chic"-Kollektion entdeckt und musste ihn unbedingt haben. 


Ich finde diese Kollektion total lässig und sehr witzig! Bereits vor ein paar Jahren hatte ich mir ja mal ein Seidentuch, welches ich immer an der Handtasche befestigt habe, gekauft und da passt der Schirm sehr gut dazu. Und "Olivia" in Form von Coco Chanel fand ich sehr originell, der musste einfach mit.

Im nächsten Post kann ich Euch auch mal wieder was Genähtes zeigen, denn gerade noch rechtzeitig für den Urlaub ist ein neues Jerseykleid in Wickeloptik entstanden. Doch leider habe ich noch keine Tragefotos, denn zum Tragen des Kleides war es mit permanenten 36-37°C einfach zu heiß.

Noch in eigener Sache:
Gerade ist auf der deutschen Burdastyle- Homepage unter der Rubrik "Atelierbesuche", eine Art Interview zu sehen, bei dem ich 10 Fragen von Burda beantworte und Einblicke in mein Nähzimmer gewähre.
 Wen es interessiert, kann ja hier mal reinklicken!


Einen guten Wochenstart wünscht Euch
Eure Sabine!

Sonntag, 25. Mai 2014

Frutti di Mare....

..... ist, kulinarisch gesehen, ja überhaupt nicht meins. Aber als ich vor ein paar Monaten diesen Stoff in tollen Aqua-Tönen mit Meerestier-Print bei "Buttinette" sah, konnte ich nicht widerstehen- den musste ich haben! Der Stoff ist ein Baumwollsatin (nicht glänzend!) mit Elasthan. Erstmal nur 80cm für einen Rock bestellt, fand ich ihn dann in natura noch viel schöner und kaufte gleich nochmal 2,0 m für ein Kleid nach. Da der Print sehr groß ausfiel, suchte ich nach einem Kleider-Schnitt, der möglichst ohne Teilungsnähte auskommt. Da bieten sich grundsätzlich ja immer A-linienförmige Kleider-Schnitte an. Der Kleider-Schnitt aus der Burda Nr.141- 2/2011 war für mein Vorhaben perfekt.


Dieser Schnitt ist ein Plus-Größen-Schnitt und geht von Gr. 44-52. Ich habe Gr. 46 gewählt und er passt ziemlich gut. Nur die Brustabnäher um 1,5 cm nach oben versetzt und die Schultern verschmälert (wie immer). In der Länge habe ich keine Saumzugabe gemacht, ich fand es sonst einen Tick zu lang.
Den Halsausschnitt habe ich etwas verändert. Die Ausschnitt-Blende weggelassen, die Träger verschmälert und den Ausschnitt U-Boot-förmig gemacht, aber so, dass es an heißen Sommertagen auch nicht stört.


Je nach Perspektive sieht es manchmal ein bisschen schwanger aus, aber das stört mich nicht sehr, habe ja auch gewichtsmässig wieder ein klein wenig zugelegt.

Ich weiß, der helle Stoff und das große Muster sind nicht gerade sehr schmeichelhaft für große Größen, aber man will ja im Sommer nicht immer nur in dunklen Kleidern rumlaufen!

Hinten im Rücken gibt es eine Teilungsnaht, die auch sehr tailliert ausfällt. Aufgrund des großen Musters konnte ich hier leider keine Rücksicht nehmen, denn es passte nie. Zusätzlich hat das Rückenteil noch Taillen-Abnäher, die das Kleid doch ein wenig wenigstens in Form bringen.


Vor wenigen Wochen hatte ich mir bewusst diesen weißen Leinen-Blazer gekauft, um ihn dann später mit diesem Stoff kombinieren zu können.

Näh-technisch gesehen, nicht gerade sehr anspruchsvoll, aber es entspricht gerade meiner sehr knapp bemessenen Freizeit, weshalb es hier im Blog mal wieder sehr ruhig zu geht.

                                                                               Kleid (selbstgenäht): Burda 141- 2/2011
                                                                               Leinenblazer (gekauft): Bonita
                                                                               Keilsandaletten: Unisa
                                                                               Handtasche: Belmondo

Was den gleichen Stoff für den Rock betrifft, bin ich mir beim Schnitt noch ein wenig unschlüssig! Ich schwanke zwischen gerade geschnittenem oder A-Linien-förmigem Rock?
Mal sehen!

Mittwoch, 2. April 2014

So, hier isses schon- mein "inspiriert bei Schuhmacher"-Kleid (endlich mal wieder Tragefotos ;-))




Viel zu erzählen gibt es dazu ja nicht mehr.
Den Schnitt und die Entstehungsgeschichte hatte ich ja schon im letzten Post erwähnt.
Zum Stoff: Beide Stoffe sind aus unterschiedlichen Materialien. Der obere, schwarze Stoff hat eine kreppartige Struktur, ist fließend, aber sehr schwer fallend.
Der untere creme-farbene ist viel dünner und war auch leicht durchscheinend (den hatte ich mir ursprünglich mal für eine Bluse gekauft). Da ich das Kleid nicht abfüttern wollte, sondern lieber ein Unterkleid darunter tragen möchte, habe ich den creme-farbenen Teil einfach gedoppelt. Die Bruchkante ist somit gleich eine saubere Saumkante. Vor dem Doppeln habe ich die Bordüre mit transparenten Nylonfaden aufgenäht (ich weiß, Eindruck schinde ich damit nicht, aber es sollen diesen Sommer noch mehr Teile genäht werden und zum "mit-der-Hand-aufnähen" war ich auch zu faul). Der untere Teil ist ringsherum aus einem Stück und hat nur eine hintere Mittel-naht. Ich wollte nicht unnötig stückeln. Damit an dieser Stelle auch das Muster der Bordüre ordentlich zusammenpasst, habe ich die Saumweite entsprechend erweitert und angepasst. Somit erübrigten sich auch die im Schnitt vorgesehenen seitlichen Geh-schlitze.



Änderungen musste ich kaum vornehmen. Nur, wie immer, die Schulterbreite etwas verringert und wie schon erwähnt, die Saumweite erweitert.
Auf den Reißverschluss im Rückenteil, konnte ich aufgrund des komfortablen Ausschnittes und der Körper-umspielenden Form, verzichten.
Das ist auch, was mir an dem Kleid gefällt- eine lockere, nicht zu figurbetonte Form. Während das Vorderteil ziemlich gerade geschnitten ist und lediglich mit ein paar Brust-abnähern auskommt, wird das Rückenteil mit Taillen-abnähern auf Figur gearbeitet. Somit wirkt es nicht so kastig und hat eine schöne Silhouette, wie ich finde.

Alles in allem habe ich ca. 50,- Euro an Material inclusive Spitzenbordüre bezahlt. Das Original kostete ca. 12x so viel!

Dienstag, 1. April 2014

So gut wie fertig.....

bin ich mit meinem Kleid für die Osterfeiertage.

Den camelbeigen Kaschmirmantel habe ich vorerst beiseite gelegt. Die warmen frühlingshaften Temperaturen der letzten Wochen wirkten sich ganz schlecht auf meine Motivation aus, den Mantel nun endlich mal fertig zu machen. Ich mag zur Zeit keine Wollstoffe mehr anfassen- bähh!

Statt dessen habe ich mir ein neues Kleid genäht. Es ist jetzt nicht gerade ein Sommerkleid, aber für diese Übergangszeit ein ideales Nähprojekt und Ostern steht ja schliesslich auch vor der Tür.
Die Idee zum neuen Kleid ist nicht auf meinem Mist gewachsen, denn im letzten Sommer sah ich in einem Schaufenster ein Kleid von "Dorothee Schuhmacher" und war ganz angetan, deshalb nenne ich es auch mein "inspiriert bei Schuhmacher"-Kleid.

Leider fand ich im Netz kein Bild von diesem Kleid, nur die kürzere Version als Oberteil und in einer anderen Farbkombination. Die Machart war beim Kleid aber genauso, eben alles proportional ein wenig länger.

Der Schnitt, die Farben und diese Kombination aus Stoff und Spitze gefielen mir- der Preis des Kleides leider nicht. Das liess sich doch ganz einfach selber nähen. Der Schnitt war schlicht, Stoffe in den Farben besass ich bereits in meinem Fundus. Nur an der passenden Spitzenbordüre scheiterte bisher mein Vorhaben, mir dieses Kleid nachzunähen. Aber beim letzten Stoff-Shopping und Usertreffen im Vorarlberg bin ich dann auch endlich, bezüglich einer schönen Borte, fündig geworden.



Der Schnitt sollte ganz schlicht sein! Ich habe den Schnitt aus einer ganz alten Burda (Juni 2001- Nr.127) ausgewählt.


 Die Eingriffstaschen habe ich weggelassen, die tragen nur auf.
Das Kleid wurde in zwei Farbbereiche aufgeteilt. An der Unterkante der Taschenlinie den Schnitt geteilt.
Oben = Schwarz
Unten = Creme
und dann die schwarze Spitzenbordüre aufgesetzt. Diese Farbaufteilung und in der Kombination, mogelt optisch meine Problemzonen fast weg! Ich bin jetzt schon vom Kleid begeistert.


Hier ist schon mal ein kleiner Blick auf den Bereich. Wie man sieht- meine Bordüre ist fast doppelt so breit, wirkt aber von den Proportionen her sehr gut.
Heute Abend will ich das Kleid fertignähen, denn es fehlt nur noch der Beleg am Ausschnitt. Alles andere ist fertig und ich hoffe, ganz schnell noch Tragefotos nachliefern zu können.

Samstag, 15. März 2014

Stoff-Shopping und Burda-User-Treffen im Vorarlberg!

So, gestern war es endlich soweit. Das Treffen einiger Userinnen aus dem Burda-Forum im Vorarlberg. Darauf hatte ich mich schon sehr gefreut!

Eigentlich wären wir zu 7. gewesen. Leider mussten zwei Userinnen im letzten Moment noch absagen, was sehr schade war. Wir hoffen, es klappt beim nächsten Mal.

Morgens, kurz nach 7.00 Uhr ging es mit dem Auto nach Lustenau. Dort war unser Treffpunkt bei Patricia, einer Userin, die das ganze Treffen organisiert und uns alle zusammengebracht hatte (auf dem Bild ganz rechts zu sehen). Da sie dort wohnt, kannte sie sich natürlich bestens aus. Mir war gar nicht bekannt, wie viele Möglichkeiten man im Vorarlberg hat, um sein Geld für Stoffe auszugeben- Online-Shopping, adé- sage ich nur!

Zuerst fuhren wir zu "Josef Otten".
(Achtung, dieser Laden ist Samstags geschlossen!)

Dieser Laden war ein Traum, man konnte sich kaum für die richtigen Stoffe entscheiden. Es gab einfach zu viele schöne Stoffe. Wir wurden dort herzlich von Andrea, der Verkäuferin, empfangen, beraten und sogar mit Kaffee versorgt.
Sigrid (extra aus dem Tirol angereist und hatte somit die weiteste Fahrt von uns allen) hatte ein ganz tolles und für uns sehr interessantes Notiz-Büchlein, in dem sie alle geplanten Nähprojekte, samt technischer Zeichnung, Stoffverbrauch usw. notiert hatte. Das war eine tolle Idee und ich habe mir vorgenommen, mir etwas ähnliches zuzulegen, dann verzettelt man sich auch nicht gar so.
 In diesem Laden hatten wir uns die längste Zeit aufgehalten, denn wir konnten ja schließlich nicht alles kaufen und mussten gut abwägen, welche Stoffe mit nach Hause durften.

 Hier ist bei "Otten" nur der grösste Verkaufsraum zu sehen. Es gab noch zwei weitere Räume. Es gibt Leinen, Jerseys uni oder mit wunderschönen Motiv- und Bordürendrucke, Natürlich fand ich die Seidenstoffe am interessantesten, Es gab neben der Meterware (Preise unter 20 Euro/m) auch jede Menge Coupon-Stücke mit ca 1,5 m für unter 20 Euro.



 Diesen wunderschönen Jersey habe ich mir für ein Wickelkleid abschneiden lassen.
Nachdem wir alle glücklich und zufrieden den Laden wieder verlassen hatten, ging es zu "Heinrich Grossmann". Ein Laden, der sich auf Heimtextilien spezialisiert hat und unter anderem sehr schöne Spitzen-Bordüren verkauft. Hier habe ich mich mit solchen Bordüren für ein "inspiriert-bei-Schuhmacher-Kleid" in Creme und Schwarz eingedeckt.

Danach ging es erst einmal für eine kleine Stärkung zum Italiener. Die Geschäfte hatten nun sowieso Mittagspause und wir eine kleine Pause dringend nötig. Wir hatten dort so viel Spass mit dem Kellner, dass wir alle noch ein Dessert (auf Kosten des Hauses) spendiert bekamen. Auch wenn wir unseren Hauptgang nicht komplett geschafft haben, aber das Dessert ging noch rein ;-).

Inzwischen war es fast 14.00 Uhr und wir konnten uns zum nächsten Geschäft aufmachen. Nun ging es zum "Hofer-Hecht-Stickereien" in Lustenau. Ein Paradies für Stoffe der festlichen Kleidung. Hier findet man edelste Seiden, Taft, Spitzen, Seidensamt und vor allem wunderschöne und sehr ausgefallene Paillettenstoffe. Also, wenn ich mal etwas sehr edles und festliches an Nähprojekten vorhabe, muss ich unbedingt wiederkommen.


Diesen Bouclé, den Sigrid in den Händen hält, haben wir alle ganz toll gefunden- ein Chanel-iger, Schwarz-weisser Bouclé mit kleinen, zarten Satin-Schleifchen drauf- wunderschön, aber leider habe ich zur Zeit genug Bouclé-Stoffe zu Hause liegen.
Aber hier habe ich endlich mal einen hochwertigen und vor allem sehr zart wirkenden Spitzenstoff in Aubergine-Farbe erstanden. So etwas suchte ich schon so lange. Die meisten Spitzenstoffe finde ich entweder sehr billig aussehend, oder sehr auftragend, oder leider kaum bezahlbar. 

Und zum Schluss ging es noch zum "Sperger-Stoffe". Hier fand man die mit Abstand günstigsten Stoffe, viele wurden nach Kilo-Preis berechnet. Das war die reinste Stöberstube, auf zwei Lagerhallen aufgeteilt. Ich habe mich ein bisschen wie auf `nem türkischen Basar gefühlt. Aber mit geschultem Auge fand ich auch hier ein paar hochwertige Schätze, wie z.B. eine wollige, creme-farbene Chanel-Borte für 1,90 Euro/m. Da habe ich natürlich gleich 10 Meter mitgenommen.


Danach war dann auch Schluss, wir ein klein wenig erschöpft und mein Budget aufgebraucht, sonst hätte ich noch die Freibetragsgrenze beim Zoll überschritten.

Wir haben zeitlich natürlich nicht alle Geschäfte bzw. Fabrikverkäufe aufsuchen können und mussten Prioritäten setzen. Da gibt es noch ein paar weitere tolle Läden, laut Patricia. Aber wir waren auch so glückselig mit unseren "Jagdtrophäen" 


Zum Schluss ging es nochmal auf einen Kaffee und kleinen Plausch zu Patricia, genossen den herrlichen Käsekuchen, den sie extra für uns gebacken hatte.

 Dort packten wir auch alle noch einmal voller Stolz und Zufriedenheit unsere Errungenschaften aus.

 Eigentlich wollten wir hier ja noch unsere "Shopping-Queen" krönen, aber Herr Kretschmer hatte leider keine Zeit für einen kurzen Besuch ;-).
17.30 Uhr ging es dann für uns alle wieder Richtung Heimat.

Es war ein wunderschöner Tag bei herrlichstem Sonnenwetter, mit ein paar supertollen Stoffkäufen und vor allem ein paar wundervollen, Näh- und Stoff-begeisterten Frauen. Das hat so gut getan, sich mit Gleichgesinnten einen schönen Tag zu machen. Ich bin jederzeit für eine Wiederholung zu haben!

Liebe Leserinnen, ich wünsche Euch ganz herzlich noch ein schönes Wochenende (Ihr könnt Euch bestimmt denken, was ich an einem trüben Sonntag machen werde ;-)),

Eure Sabine