Dienstag, 21. Oktober 2014

Rosige Zeiten

Vielen Dank erstmal für die besorgten Nachfragen von einigen lieben Lesern! Es tut gut zu wissen, dass man doch ein wenig vermisst wird in dem Dschungel der Nähblogs!
Tja, was soll ich groß drum herum reden. Der Post-Titel "Rosige Zeiten" bezieht sich definitiv nicht auf meine letzten Monate. Wie ich mal zu Beginn des Jahres erwähnte, bekam ich Ende 2013 einen neuen Arbeitgeber. Die Hoffnung auf gute Zusammenarbeit war gross, doch leider entpuppte sich das Ganze als großen Alptraum. Permanent musste ich Überstunden leisten und teilweise war ich bis zu 90 Stunden in der Woche unterwegs. Da bleibt für rein gar nichts mehr private Zeit übrig. Entsprechend groß war der Frust und meine Motivation sank mit jeder geleisteten Überstunde immer mehr in den Keller. Denn einen Freizeitausgleich gab es in den ganzen Monaten nicht. Deshalb war hier in meinem Blog auch absolut nichts los. Doch irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, beruflich einfach alles hin zuschmeißen und wie so oft in so einer Situation, boten sich mir plötzlich ganz viele tolle Möglichkeiten. Nun habe ich endlich wieder meinen Traumjob in einem grossen Unternehmen und der neue Arbeitgeber ging sogar auf meine Wünsche bezüglich des Arbeitspensums und -zeit ein.
Somit werde ich in Zukunft auch endlich wieder Zeit zum Nähen und Bloggen finden.
Am 1.November geht es schon im neuen Job los und bis dahin habe ich noch fast 2 Wochen frei und möchte diese NUR ZUM NÄHEN nutzen.

Das letzte Wochenende lud wettermäßig ja direkt zu einem Kurztrip ein. Wir entschieden uns kurzer Hand mal ein Wochenende in Ulm zu verbringen. Das liegt nur 2 Auto-Stunden von uns entfernt und bedarf keiner großen Planung. Dort wollte ich natürlich unbedingt mal bei "Stoffe Creativ" vorbei schauen, denn auf der Webseite hatte ich bereits einige interessante Stoffe entdeckt. Natürlich bin ich dort auch fündig geworden. Gekauft habe ich dort nur Nude-farbene hochwertige Stoffe aus Schurwolle und Seide.

Meine Ausbeute und aus diesem Grund der Post-Titel "Rosige Zeiten":


 Wie man unschwer erkennen kann, stehe ich zur Zeit hauptsächlich auf Nude- und Puder-Töne (der gepunktete Stoff mal ausgenommen). Aber nicht alle Stoffe habe ich aus Ulm mitgebracht. Einige sind online bei Autfizz-Stoffe gekauft, sowie Urlaubs-Mitbringsel aus der Toskana.

 
Der Blusen-Stoff (in der Mitte, mit den kleinen Libellen) ist bereits in Arbeit und wird vielleicht noch diese Woche hier im Blog präsentiert, damit es endlich auch wieder Augen-futter gibt.



All diese Stoffe sollen in diesem Herbst-Winter unbedingt vernäht werden. Das habe ich mir als ganz großes Ziel gesetzt und will auch daran festhalten.

Diesen Bouclé-Stoff habe ich in Orvieto (Toskana) in einem ganz kleinen und unscheinbaren Laden entdeckt. Eigentlich habe ich in Orvieto keinen Stoff-laden gesehen, sondern nur ein kleines Geschäft mit Haushalts-Textilien und ein paar Knäuel Wolle. Doch ganz hinten im Eck hatte es nur wenige Stoffballen und darunter war auch dieser wunderschöne Bouclé mit goldenem Lurex-faden eingewebt. Ich habe mich in dem Moment gefühlt wie ein Trüffelhund nach erfolgreicher Suche ;-).

Es ist zwar der teuerste Bouclé den ich je gekauft habe, aber auch der absolut Schönste!


Gleich nach dem Kauf bin ich mit dem neuen Stoff noch mal 3 Geschäfte zurück gelaufen, zu einem Knopf-laden und dort habe ich doch tatsächlich noch die passenden Chanel-Knöpfe und Borte gefunden. 
Somit war der Urlaub für mich gelaufen und hat sich definitiv gelohnt, denn ich war glücklich ;-)!

Nun muss ich auch endlich mal eine neue Chanel-Jacke nähen, denn Bouclés dafür habe ich nun genug!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Sommerliche Näh-Pläne!

Frisch eingetroffen sind meine neuesten Schnittmuster für die nächsten Näh-Projekte!


Heute hatte ich ganz überraschend mal frei bekommen (oh, welch ein Wunder!) und konnte ein wenig an meinem gepunkteten Borkenkrepp-Kleid weiterarbeiten. Ich hoffe, es wird spätestens morgen Abend fertig sein. Und dann, ....
ja, dann kommt das Schwierigste: sich entscheiden zu müssen, was man als nächstes näht.
Ganz oben auf der Liste steht bei mir zur Zeit Bademode, weil ich die jetzt auch am dringendsten benötige. Gerade erst vor 2 Jahren gekaufte Bikinis, zeigen nämlich schon starke Altersschwächen durch ausgeleierte Gummis :-(. Mal sehen, ob das bei Selbstgenähten dann anders ist.

P:S: Ganz herzlichen Dank für Eure Kommentare! Auch wenn ich es zur Zeit leider nicht schaffe, auf jeden Kommentar zu antworten, freue ich mich doch immer riesig und es motiviert!
Vielen Dank und liebe Grüsse,
Eure Sabine

Sonntag, 29. Juni 2014

Und ein weiterer Pseudo-Wickelkleid-Schnitt (McCalls 6713)!

Ich hatte es ja bereits im letzten Post angekündigt: es wurde mal wieder ein weiterer Pseudo-Wickelkleider-Schnitt von mir ausprobiert und mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Aber seht selbst!










Der Schnitt ist von McCalls, die Nr.6713 und ich habe das Modell A mit dem ausgestellten Rockteil genäht.



Der Stoff ist ein dunkelblauer Viskose-Jersey mit weißen kleinen Punkten, der sehr stretchig ist.



Meistens gehen wir samstags immer auf den Markt in der Churer Altstadt. Da bot es sich natürlich an, mein neues Kleid anzuziehen und dort Fotos zu machen.


 (Bestimmt 70% aller Fotos kann ich immer vergessen, weil ich grad doof gucke, oder die Augen ausgerechnet in dem Moment geschlossen habe, oder der Fotograf nicht auf den ordentlichen Sitz des Kleidungsstückes achtet, oder sonst irgendwas anderes ist!)


Der Stoff wirkt auf den Fotos richtig psychedelisch.



Toll finde ich dieses eingesetzte Schärpenteil, welches gedoppelt und in die geteilte vordere Rockbahn mit eingenäht wird.




 Man (oder besser gesagt- ich) fühlt sich richtig feminin in diesem Kleid.






Einen Nachteil hat dieses Kleid aber: es wird komplett gefüttert und somit ist es doch recht schwer, besonders durch meinen gewählten Viskose-Jersey. Im Italienurlaub vor zwei Wochen, konnte ich es kaum tragen. Es war mit 36/37°C einfach zu heiss für dieses Kleid.Ich glaube, beim nächsten Mal würde ich die Abfütterung weglassen und lieber ein Unterkleid darunter tragen. Dadurch ist natürlich auch die Taillennaht etwas auftragend. Für das Rockteil habe ich Wirkfutter verwendet, das ist wenigsten etwas leichter und kann sich auch nicht aushängen.

Das Oberteil hatte ich aus dem Jersey abgefüttert, wie es die Anleitung vorschreibt. Allerdings habe ich die Ausschnitt-kante nicht verstürzt, sondern habe aus dem Jersey eine Blende angesetzt. Zum einen hatte ich die Befürchtung, dass durch das Verstürzen die Kante  nicht schön genug am Körper anliegt und unfreiwillige Einblicke gewährt und zum anderen bin ich von einem vielleicht zu tiefen Ausschnitt ausgegangen, was aber völlig unbegründet war.
Die Größe fand ich jetzt nicht zu groß ausfallend (ist ja sehr oft der Fall). Ich hatte im oberen Bereich Gr.18 und in der Taille Gr.20 gewählt und das passte dann auch sehr gut!
Ach ja, fast hätte ich es doch vergessen! Einen ganz großen Minuspunkt bekommt der Schnitt für seine Brust-abnäher im Futterteil (die waren extrem tütig und nur für Frauen mit seeehr großer Oberweite gedacht) und

ACHTUNG: die Armausschnitte waren viel zu groß!

Wie ich schon erwähnte, sollte das ganze Oberteil samt Rücken an Auschnitt und Armausschnitten verstürzt werden. Als ich das an den Armausschnitten tat und schnell noch mal anprobierte, konnte man seitlich sehr weit blicken ;-). Nun hatte ich aber vor dem Verstürzen der Armausschnitte die Nahtzugaben schon eingeschnitten und konnte das Ganze nur noch retten, indem ich es mit Jerseystreifen etwas stramm haltend, einfasste. So konnte ich das Armloch wenigstens etwas ausbessern.

Mein Fazit: ein sehr schöner Schnitt für Frauen, die wie ich Wickelkleider lieben, aber keine in der Taille mit Gürtel gebundenen tragen können. Ich werde es auch nochmal nähen, dann aber mit einem sehr sehr leichten Jersey.

Jetzt habe ich bereits zwei Pseudo-Wickelkleider aus dem gleichen Jersey in unterschiedlichen Farben in meinem Schrank hängen.




Das pinkfarbene Wickelkleid hatte ich bereits vor zwei Jahren hier vorgestellt!

Sonntag, 15. Juni 2014

Mit neuen Mitbringseln und viel Inspiration.....

gerade frisch aus dem Kurzurlaub zurück gekehrt, lässt es sich natürlich leicht Pläne schmieden. Obwohl ich, was das Pläne schmieden anbetrifft, in den letzten Jahren/Monaten deutlich vorsichtiger und zurückhaltender geworden bin. Aber da ich mit "nur" zwei neuen Stoffen und ein paar schwarzen "Fendi"-Knöpfen für einen Hosenanzug aus dem Italien-Urlaub zurück gekommen bin, sind meine nächsten Nähprojekte doch recht überschaubar und sehr realistisch einzuschätzen ;-).


 Der erste Stoff ist ein Borkenkrepp aus einem Baumwolle-Seiden-Gemisch in Marineblau-Creme mit einem Champagner-farbenen Futter.
Daraus soll dieses leichte Sommerkleid werden:


Passend dazu habe ich mir noch eine schöne Creme-farbene Lederhandtasche in zeitlos-klassischer Form gekauft.

Diese passt zu ganz vielen Teilen aus meiner Garderobe und natürlich auch zu meinem zweiten Stoff, den ich mir aus dem Urlaub mitgebracht habe.


Der zweite Stoff ist ein Baumwolle-Viskose-Gemisch und soll auch ein ärmelloses Sommerkleid werden, möglichst wieder ohne viele Teilungsnähte, damit das Muster nicht so zerstört wird. Aber einen konkreten Schnitt habe ich noch nicht ins Auge gefasst. Mal sehen, was sich daraus ergibt.

Und besonders stolz bin ich auf mein neues Mitbringsel (welches zwar nichts mit dem Nähen zu tun hat, aber auch super zu mir und meiner Garderobe passt).
Beim Bummeln durch Merans Altstadt habe ich nämlich diesen Regenschirm von "Moschino" aus der "Cheap and Chic"-Kollektion entdeckt und musste ihn unbedingt haben. 


Ich finde diese Kollektion total lässig und sehr witzig! Bereits vor ein paar Jahren hatte ich mir ja mal ein Seidentuch, welches ich immer an der Handtasche befestigt habe, gekauft und da passt der Schirm sehr gut dazu. Und "Olivia" in Form von Coco Chanel fand ich sehr originell, der musste einfach mit.

Im nächsten Post kann ich Euch auch mal wieder was Genähtes zeigen, denn gerade noch rechtzeitig für den Urlaub ist ein neues Jerseykleid in Wickeloptik entstanden. Doch leider habe ich noch keine Tragefotos, denn zum Tragen des Kleides war es mit permanenten 36-37°C einfach zu heiß.

Noch in eigener Sache:
Gerade ist auf der deutschen Burdastyle- Homepage unter der Rubrik "Atelierbesuche", eine Art Interview zu sehen, bei dem ich 10 Fragen von Burda beantworte und Einblicke in mein Nähzimmer gewähre.
 Wen es interessiert, kann ja hier mal reinklicken!


Einen guten Wochenstart wünscht Euch
Eure Sabine!

Sonntag, 25. Mai 2014

Frutti di Mare....

..... ist, kulinarisch gesehen, ja überhaupt nicht meins. Aber als ich vor ein paar Monaten diesen Stoff in tollen Aqua-Tönen mit Meerestier-Print bei "Buttinette" sah, konnte ich nicht widerstehen- den musste ich haben! Der Stoff ist ein Baumwollsatin (nicht glänzend!) mit Elasthan. Erstmal nur 80cm für einen Rock bestellt, fand ich ihn dann in natura noch viel schöner und kaufte gleich nochmal 2,0 m für ein Kleid nach. Da der Print sehr groß ausfiel, suchte ich nach einem Kleider-Schnitt, der möglichst ohne Teilungsnähte auskommt. Da bieten sich grundsätzlich ja immer A-linienförmige Kleider-Schnitte an. Der Kleider-Schnitt aus der Burda Nr.141- 2/2011 war für mein Vorhaben perfekt.


Dieser Schnitt ist ein Plus-Größen-Schnitt und geht von Gr. 44-52. Ich habe Gr. 46 gewählt und er passt ziemlich gut. Nur die Brustabnäher um 1,5 cm nach oben versetzt und die Schultern verschmälert (wie immer). In der Länge habe ich keine Saumzugabe gemacht, ich fand es sonst einen Tick zu lang.
Den Halsausschnitt habe ich etwas verändert. Die Ausschnitt-Blende weggelassen, die Träger verschmälert und den Ausschnitt U-Boot-förmig gemacht, aber so, dass es an heißen Sommertagen auch nicht stört.


Je nach Perspektive sieht es manchmal ein bisschen schwanger aus, aber das stört mich nicht sehr, habe ja auch gewichtsmässig wieder ein klein wenig zugelegt.

Ich weiß, der helle Stoff und das große Muster sind nicht gerade sehr schmeichelhaft für große Größen, aber man will ja im Sommer nicht immer nur in dunklen Kleidern rumlaufen!

Hinten im Rücken gibt es eine Teilungsnaht, die auch sehr tailliert ausfällt. Aufgrund des großen Musters konnte ich hier leider keine Rücksicht nehmen, denn es passte nie. Zusätzlich hat das Rückenteil noch Taillen-Abnäher, die das Kleid doch ein wenig wenigstens in Form bringen.


Vor wenigen Wochen hatte ich mir bewusst diesen weißen Leinen-Blazer gekauft, um ihn dann später mit diesem Stoff kombinieren zu können.

Näh-technisch gesehen, nicht gerade sehr anspruchsvoll, aber es entspricht gerade meiner sehr knapp bemessenen Freizeit, weshalb es hier im Blog mal wieder sehr ruhig zu geht.

                                                                               Kleid (selbstgenäht): Burda 141- 2/2011
                                                                               Leinenblazer (gekauft): Bonita
                                                                               Keilsandaletten: Unisa
                                                                               Handtasche: Belmondo

Was den gleichen Stoff für den Rock betrifft, bin ich mir beim Schnitt noch ein wenig unschlüssig! Ich schwanke zwischen gerade geschnittenem oder A-Linien-förmigem Rock?
Mal sehen!

Mittwoch, 2. April 2014

So, hier isses schon- mein "inspiriert bei Schuhmacher"-Kleid (endlich mal wieder Tragefotos ;-))




Viel zu erzählen gibt es dazu ja nicht mehr.
Den Schnitt und die Entstehungsgeschichte hatte ich ja schon im letzten Post erwähnt.
Zum Stoff: Beide Stoffe sind aus unterschiedlichen Materialien. Der obere, schwarze Stoff hat eine kreppartige Struktur, ist fließend, aber sehr schwer fallend.
Der untere creme-farbene ist viel dünner und war auch leicht durchscheinend (den hatte ich mir ursprünglich mal für eine Bluse gekauft). Da ich das Kleid nicht abfüttern wollte, sondern lieber ein Unterkleid darunter tragen möchte, habe ich den creme-farbenen Teil einfach gedoppelt. Die Bruchkante ist somit gleich eine saubere Saumkante. Vor dem Doppeln habe ich die Bordüre mit transparenten Nylonfaden aufgenäht (ich weiß, Eindruck schinde ich damit nicht, aber es sollen diesen Sommer noch mehr Teile genäht werden und zum "mit-der-Hand-aufnähen" war ich auch zu faul). Der untere Teil ist ringsherum aus einem Stück und hat nur eine hintere Mittel-naht. Ich wollte nicht unnötig stückeln. Damit an dieser Stelle auch das Muster der Bordüre ordentlich zusammenpasst, habe ich die Saumweite entsprechend erweitert und angepasst. Somit erübrigten sich auch die im Schnitt vorgesehenen seitlichen Geh-schlitze.



Änderungen musste ich kaum vornehmen. Nur, wie immer, die Schulterbreite etwas verringert und wie schon erwähnt, die Saumweite erweitert.
Auf den Reißverschluss im Rückenteil, konnte ich aufgrund des komfortablen Ausschnittes und der Körper-umspielenden Form, verzichten.
Das ist auch, was mir an dem Kleid gefällt- eine lockere, nicht zu figurbetonte Form. Während das Vorderteil ziemlich gerade geschnitten ist und lediglich mit ein paar Brust-abnähern auskommt, wird das Rückenteil mit Taillen-abnähern auf Figur gearbeitet. Somit wirkt es nicht so kastig und hat eine schöne Silhouette, wie ich finde.

Alles in allem habe ich ca. 50,- Euro an Material inclusive Spitzenbordüre bezahlt. Das Original kostete ca. 12x so viel!

Dienstag, 1. April 2014

So gut wie fertig.....

bin ich mit meinem Kleid für die Osterfeiertage.

Den camelbeigen Kaschmirmantel habe ich vorerst beiseite gelegt. Die warmen frühlingshaften Temperaturen der letzten Wochen wirkten sich ganz schlecht auf meine Motivation aus, den Mantel nun endlich mal fertig zu machen. Ich mag zur Zeit keine Wollstoffe mehr anfassen- bähh!

Statt dessen habe ich mir ein neues Kleid genäht. Es ist jetzt nicht gerade ein Sommerkleid, aber für diese Übergangszeit ein ideales Nähprojekt und Ostern steht ja schliesslich auch vor der Tür.
Die Idee zum neuen Kleid ist nicht auf meinem Mist gewachsen, denn im letzten Sommer sah ich in einem Schaufenster ein Kleid von "Dorothee Schuhmacher" und war ganz angetan, deshalb nenne ich es auch mein "inspiriert bei Schuhmacher"-Kleid.

Leider fand ich im Netz kein Bild von diesem Kleid, nur die kürzere Version als Oberteil und in einer anderen Farbkombination. Die Machart war beim Kleid aber genauso, eben alles proportional ein wenig länger.

Der Schnitt, die Farben und diese Kombination aus Stoff und Spitze gefielen mir- der Preis des Kleides leider nicht. Das liess sich doch ganz einfach selber nähen. Der Schnitt war schlicht, Stoffe in den Farben besass ich bereits in meinem Fundus. Nur an der passenden Spitzenbordüre scheiterte bisher mein Vorhaben, mir dieses Kleid nachzunähen. Aber beim letzten Stoff-Shopping und Usertreffen im Vorarlberg bin ich dann auch endlich, bezüglich einer schönen Borte, fündig geworden.



Der Schnitt sollte ganz schlicht sein! Ich habe den Schnitt aus einer ganz alten Burda (Juni 2001- Nr.127) ausgewählt.


 Die Eingriffstaschen habe ich weggelassen, die tragen nur auf.
Das Kleid wurde in zwei Farbbereiche aufgeteilt. An der Unterkante der Taschenlinie den Schnitt geteilt.
Oben = Schwarz
Unten = Creme
und dann die schwarze Spitzenbordüre aufgesetzt. Diese Farbaufteilung und in der Kombination, mogelt optisch meine Problemzonen fast weg! Ich bin jetzt schon vom Kleid begeistert.


Hier ist schon mal ein kleiner Blick auf den Bereich. Wie man sieht- meine Bordüre ist fast doppelt so breit, wirkt aber von den Proportionen her sehr gut.
Heute Abend will ich das Kleid fertignähen, denn es fehlt nur noch der Beleg am Ausschnitt. Alles andere ist fertig und ich hoffe, ganz schnell noch Tragefotos nachliefern zu können.