Sonntag, 17. Mai 2015

Kleid in A-Form (Burdastyle 139-10/201)!

So, nun ist auch das letzte eher winterliche Nähprojekt für diese Saison abgeschlossen und ich kann Euch auch endlich Tragefotos präsentieren!
Aber zuerst möchte ich mich für Eure hilfreichen Kommentare zur Ärmel-Lösung bedanken. Mich für eine Variante zu entscheiden, fiel mir echt schwer. Ich habe mich nun für eine sehr schlichte Ärmelform in 3/4-Länge entschieden! Auch aus einer gewissen Bequemlichkeit heraus, denn es war die einfachste Abänderung ;-) und da es ja eher ein Winterkleid ist, lässt sich darüber auch noch gut ein Strickjäckchen tragen, ohne störende Weite oder Kräuselung am Ärmel.




Aber nun endlich Fotos:







Noch sitzt das Kleid an mir ein klein wenig "spackig" und ich fühle mich darin noch nicht 100%-ig wohl. Ich hoffe, dass bis zum nächsten Winter noch ein paar Kilos verschwinden, denn der feine Schurwolle-Jersey zeichnet (trotz entsprechendem Unterkleid und -wäsche) mehr ab als mir lieb ist.

Marie-Noëlle nähte auch bereits ein Kleid nach diesem Schnitt und erwähnte, dass es etwas eng für diese Größe ausfiel. Dies kann ich nur bestätigen!
Selbstverständlich hatte ich zwar meine Masse mit denen vom Schnitt überprüft, aber je nach Stoffwahl fällt das Ergebnis dann doch ein wenig anders aus als erwartet.

Einen großen Minuspunkt bekommt das Kleid aber für den Ausschnitt! Durch die Armbewegungen liegt er fast nie ordentlich an und wirft immer unschöne Wellen. Inzwischen habe ich die Vorderteile schon zweifach mit Vlieseline verstärkt + die mit Vlieseline verstärkten Besätze. Aber so richtig geholfen hat das alles nichts.





Aus diesem Grund wird wohl kein weiteres Kleid nach diesem Schnitt folgen.
Auf den letzten beiden Fotos erkennt man das Problem sehr gut.








Burda hat die beiden Ausschnittkanten an den oberen Ecken miteinander verbunden- wahrscheinlich aus genau diesem Grund.

Der Schnitt hat ja eigentlich noch Nahttaschen, die sichtbar auf den Vorderteilen abgesteppt werden. Aber Ihr kennt ja meine Abneigung den Nahttaschen gegenüber und deshalb habe ich sie weggelassen. Die tragen bei diesem feinen Wolljersey nur zusätzlich auf- das braucht kein Mensch ;-)!


Nun kann ich endlich mit schöner leichter Sommerkleidung loslegen. Momentan bin ich gerade an Shirts in diversen Farben und Formen dran und die ersten sind bereits fertig und müssen noch fotografiert werden.


Ausserdem hätte ich noch eine Frage:
Kann mir jemand von Euch einen Buchtipp geben bezüglich Figurinen-Vorlagen? Ich suche ein entsprechendes Buch, in dem ich genügend solcher Figurinen-Vorlagen finde. Ich habe zwar schon bei Amazon geschaut, war aber bei dem Angebot ein wenig überfordert. Wäre toll, wenn Ihr da einen Tipp für mich hättet!


Ich wünsche Euch einen super Wochenstart!


Bis bald,
Eure Sabine

Freitag, 17. April 2015

Winter, ... ich bin noch nicht ganz fertig mit Dir!!!

Auch wenn ich vieeel lieber bereits an meiner Frühlings-/Sommer- Garderobe nähen möchte (die Stoffe dafür, liegen samt Schnittmuster-Pläne längst parat), so habe ich noch ein letztes Winter-Kleid fertig zu stellen. Erst danach wird was Neues angefangen.

Nun zum Kleid:
Es gibt ja eine Farbe, die zieht mich immer wieder magisch an. Ich kann einfach nicht daran vorbei gehen. Obwohl ich ja eher auf die sanfteren Farbtöne stehe und lieber uni statt grell-bunt mag, ist ein kräftiges Pink genau meine Farbe, auf die ich immer wieder zurück greife.

Ihr habt hier im Blog schon einige Kleider oder Accessoires in dieser Farbe an mir gesehen, wie der kleine Rückblick an Fotos nochmal verdeutlicht:






Dieses Mal soll es ein Kleid in A-Linie (Burdastyle 139-10/2014, Plusmode) sein.




Als Material verwende ich einen leichten Strickwalk aus reiner Schurwolle, den ich (genau wie den Lodenstoff für meine Käferjacke) beim Fabrikverkauf von Moessmer in Südtirol erstanden hatte. Es war nur ein einzelner Coupon mit einer Métrage von 2,20m vorhanden und dieser hatte auch noch genau in der Mitte der Stoffbreite, entlang des Mittelbruchs einen Webfehler. Da ich den Stoff aber so schön fand, kaufte ich ihn trotzdem.
Nach einigem Suchen fiel mir dann dieser Schnitt in der besagten Burda-Ausgabe auf.


Der Schnitt ist perfekt für meine "Zwangslage" mit dem Fehler im Stoff. Durch die durchgezogene Mittelnaht im Kleid, spielte der Fehler beim Zuschnitt keine Rolle mehr.

Inzwischen ist das Kleid fast fertig.
Die Farbe stimmt aber eher mit dem oberen Foto überein!

 Es fehlen jetzt nur noch die Ärmel und der von Hand genähte Saum. Die Ärmel haben mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn ich wollte gern eine andere Form für meine Ärmel haben. Dieses Kleid hat ja Trompeten-Ärmel und diese mag ich einfach nicht und finde sie auch unpraktisch. Zuerst dachte ich an eine leichte Form von Puff-Ärmeln. Doch nachdem ich die ganzen Naht-Absteppungen am Kleid vorgenommen hatte, fand ich die Puff-Ärmel vom Look her nicht mehr so passend. Nun werde ich wohl doch die Trompeten-Ärmel vom Schnitt übernehmen und unten am Ärmel-Abschluss ein Gummibund einnähen. Mal sehen! Ich bin mir immer noch etwas unsicher.
Aber sonst ist die Passform bis jetzt schon mal hervorragend.
Taschen bekommt mein Kleid aber nicht. Nach der ersten Anprobe fand ich es ohne Taschen einfach besser. Füttern werde ich es auch nicht, denn ich möchte die Trageeigenschaften des Strickwalks somit erhalten. Lieber wieder ein separates Unterkleid darunter tragen.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und liebe Grüsse,
Eure Sabine.

Samstag, 11. April 2015

Wieder aus den Osterferien zurück!

So, ... meine beiden Oberteile (welche ich im letzten Post erwähnt hatte) sind noch rechtzeitig für unseren kleinen Urlaubstrip über Ostern, fertig geworden.


Das sind die beiden Exemplare und wie gesagt, nach diesem Schnitt von Butterick:


Beide Oberteile sind aus Romanit-Jersey!

Leider kann ich Euch nur Tragefotos von dem gestreiften, kurzärmeligen Oberteil zeigen, denn das langärmelige Shirt im Hahnentritt-Muster kam gar nicht zum Einsatz. Wir hatten mit dem Wetter nämlich grosses Glück. Bei starkem Schneegestöber bei uns in Graubünden abgereist und kaum über die Alpen, war dann herrlichster Sonnenschein mit angenehmen frühlings-haften Temperaturen. Dadurch brauchten wir zum Glück kaum langärmelige Kleidung.
Aber nun genug gelabert, hier noch ein paar Tragefotos (aufgenommen bei einem Tagesausflug nach Monaco/Monte Carlo):









Und wie man sieht, passte auch meine alte leichte Steppjacke, die ich meist während der Übergangszeit im Frühling trage, farblich perfekt dazu.


Natürlich gibt es auch diesmal wieder ein paar Urlaubs-Impressionen für Euch.

Wir waren dieses Mal an der ligurischen Küste, in San Remo. 


San Remo hat uns sehr gut gefallen. Für uns war es der Ort an der Küste, mit dem reizvollstem Flair.



Besonders die Altstadt-Gassen hatten es uns sehr angetan.
Ein Grossteil dieser alten Häuser stammte noch aus dem 13. u. 14.Jh. (was man ihnen auch ansah ;-).
Manche Gassen waren so eng und düster, dass es auch am helligen Tage Beleuchtung brauchte.


Überall sah man Zitrus-Früchte an den Bäumen und wunderschöne Blumen und Blüten, was uns das Gefühl von Urlaub und Sonne noch verstärkte.








Die typisch italienischen Klischee-Fotos dürfen natürlich auch diesmal nicht fehlen ;-).




San Remo war für uns natürlich auch der ideale Ausgangspunkt, um möglichst viele Ausflüge zu unternehmen. Das Fürstentum Monaco, die Cote d`Azur und auch Teile der Provence lagen nur wenige Auto-Minuten entfernt.

Vom Ausflug nach Monaco hatte ich mir nicht viel erwartet! Schließlich hört und sieht man im Fernsehen immer nur von vielen Beton-Bauten.

Doch ich muss zugeben, die Stadt hat uns ein wenig beeindruckt. Nicht etwa wegen dem ganzen Luxus und Geprotzte, sondern rein städtebaulich und wie sauber dort alles ist.


Der Fürsten-Palast musste natürlich auch besichtigt werden, aber im Palast haben wir keine Führung mit gemacht. Es gab noch viel interessanteres zu erkunden.


Derzeit wird gerade alles für das Formel 1-Rennen im Mai vorbereitet,


die Tribünen aufgebaut und....


... auch die Sandsäcke für die kritischen Passagen standen schon bereit. Die Fassaden an der Strecke werden alle gut eingepackt, damit auch keine umherfliegenden Teile Schäden anrichten. Allein das war schon interessant, es mal zu sehen. Alles in allem, so wurde uns gesagt, beträgt die Vorbereitungszeit für das Rennen gute zwei Monate.

Natürlich musste auch so eine Besichtigungsfahrt im Doppeldecker-Bus sein. Von dort oben ließen sich die besten Fotos machen.



Aber ich sag Euch, nach 1,5 Stunden Fahrt dachte ich, ich hätte keine Haare mehr auf dem Kopf, so windig und zugig war es da oben. Wir waren danach mächtig durchgefroren bei dem Wind- trotz Sonne.


Wie gesagt, die meisten Hochhäuser und Gebäude fand ich doch sehr schön anzusehen.


Hier (auf dem unteren Foto zu sehen) findet Monacos Jahrmarkt der Eitelkeiten statt. In der Mitte ist das berühmte Casino, links das "Café de Paris" und rechts das nicht weniger berühmte "Hotel de Paris" zu sehen. Hier heißt es nur "SEHEN und GESEHEN WERDEN". Wir fanden es sehr belustigend, das ganze Theater zu beobachten und mussten über so manche Dekadenz einfach nur den Kopf schütteln.



Hier ist der Boutique-Pavillon von "Chanel" zu sehen. Eigentlich wollte ich ja mal ein Auge drauf werfen, wegen der Inspiration und so ;-). Aber der war der einzige dieser vielen Luxus-Boutiquen-Pavillons, die gänzlich überlaufen waren. Dagegen standen sich die Verkäuferinnen bei "Louis Vuitton" und Co. vor Langeweile die Beine in den Bauch. Da braucht man sich über die aktuelle Preissteigerung von ca. 30% bei "Chanel" nicht wundern. Die Leute sind verrückt danach!


Einen weiteren Tagesausflug haben wir auch nach Nizza gemacht.
Von Nizza war ich leider etwas enttäuscht. Mir war die Stadt zu hektisch, zu laut und hatte absolut kein Flair. 


Am Strand lagen bereits die ersten Sonnenhungrigen in Bikini und Badehose. Dafür fand ich es aber schon noch recht frisch und vor allem windig. Das ist nur was für Hartgesottende.


Die Altstadt hatte dann wenigstens ein bisschen was von "Cote d`Azur"-Flair, doch leider bestand sie fast nur aus Touristen-Läden. 

Gerne hätten wir auch noch einen Ausflug in die Provence gemacht. Die Parfüm-Stadt Grasse stand mit ganz oben auf unserer Wunschliste und war auch nur eine knappe Autostunde von uns entfernt. Ich hätte zu gerne mal einen dieser herrlich duftenden Provence-Märkte besucht. Doch leider waren die paar Tage Ferien dafür zu knapp. Na ja, vielleicht ein anderes mal.

Ach ja, nach Stoff-Geschäften habe ich natürlich auch Ausschau gehalten, aber nichts erwähnenswertes entdeckt. Lediglich ein einziger Laden in San Remo, genau beim Bus-Bahnhof, war ein ganz kleiner Laden (von einem sehr älteren Herrn geführt), der aber keine Jubelstürme in mir ausgelöst hat (also, ich meine damit natürlich den Laden und nicht den älteren Herrn) . Nun ja, neue Stoffe brauche ich zur Zeit wirklich keine, sondern muss erst mal wieder ein paar meiner Schätzchen vernähen.

Ich wünsche Euch noch ein schönes Rest-Wochenende und habt eine schöne Zeit! Bis bald und liebe Grüsse 

von Sabine!

Montag, 30. März 2015

Butterick 5948- noch schnell zwei Oberteile für den Reisekoffer!

Morgen heißt es endlich wieder- Koffer packen! Wir wollen über Ostern wieder mal nach "Bella Italia" und für die Reise möchte ich mir noch schnell zwei Oberteile nähen. Das erste Shirt ist schon halb fertig.

Beide Oberteile werde ich nach dem Schnitt von Butterick Nr.5948 arbeiten.

Das angekreuzte Modell soll es werden.

Als Material nehme ich einen weichen Romanit-Jersey in meinen Lieblingsfarben Schwarz/Ecru.
Im unteren Bereich, als Abschluss sozusagen, möchte ich wieder eine breite, schwarze Spitzen-Bordüre aufnähen. Damit das Ganze nicht zu unruhig wird und die Spitzen-Bordüre gut zur Geltung kommt, setze ich hier einen uni-ecru-farbenen Romanit-Jersey an. Leider war es mir nicht möglich, hier eine 100%-ige Übereinstimmung von Farbe und Qualität des Material gegenüber dem Streifen-Stoff zu finden.

Man erkennt es auf dem oberen Foto sehr gut.


Also setze ich die Bordüre exakt auf die angesetzte Naht.


So wird der Farb- und Material- Unterschied fast unsichtbar.
Ich mag diesen Kontrast von sportlichen Streifen und romantischer Spitze sehr!
Die Spitzen-Bordüre ist ein Reststück und bereits eine "alte Bekannte". Ich hatte sie bereits im letzten Jahr für mein "inspiriert-bei-Schuhmacher-Kleid" verwendet.


Und als zweites Oberteil gibt es die gleiche Farbkombination, aber im Hahnentritt-Muster.

So, nun muss ich mich ranhalten. Draußen stürmt es ums Haus wie verrückt- fast wie im Herbst, inklusive Dauerregen! Es ist fast ein wenig beängstigend. Auf unserem Balkon musste ich grad schnell alles in Sicherheit bringen. Genau richtig, um nun mit einer guten Tasse Kaffee ins Nähzimmer zu verschwinden. Man, ich sehne mich so nach Sonne und mildere Temperaturen. Hoffentlich haben wir bei unserer Reise Glück!

Ich wünsche Euch allen ein frohes und entspanntes Osterfest!

Wir sehen uns danach erst wieder und dann auch wieder mit (hoffentlich) schönen Trage-Fotos!

Seid lieb gegrüsst,
Eure Sabine!



Samstag, 28. März 2015

Butterick 5030- ein weiteres Wickelkleid aus Jersey!


Ich bin ja ein grosser Fan von Wickelkleider und habe bereits viele verschiedene Schnittmuster ausprobiert. Als ich diesen schönen Jersey-Stoff (mit dem für "Gucci" typischen Trensen-Print) bei Stoffe-Möller entdeckte, wusste ich gleich, dass dies der perfekte Jersey für ein schlichtes und ganz klassisches Wickelkleid wäre. Der Jersey ist aus Baumwolle und ist ein wenig fester und stabiler als der übliche Jersey.


Der Butterick-Schnitt 5030 (Modell B) stand schon länger auf meiner To Do-Liste und mit dem richtigen Jersey habe ich das Projekt nun mal in Angriff genommen.






Der Schnitt kam mit ganz wenigen Teilungsnähten aus, so dass das Muster gut zur Geltung kam.






Diesen Schnitt kann ich sehr empfehlen! Es waren keine Änderungen nötig. Lediglich den Ausschnitt muss noch zusätzlich mit einem kleinen Druckknopf am Kreuzungspunkt versehen werden, denn die Praxis hat gezeigt, dass er doch gerade beim Sitzen leicht aufklafft.
Für dieses Kleid habe ich mir auch extra noch ein schwarzes Unterkleid aus einem reinen Seidenjersey gekauft. Damit wirkt der Ausschnitt noch etwas "angezogener" und es sieht aus, als würde ich ein Top darunter tragen. Für die heutigen Fotos habe ich aber auf dieses Unterkleid verzichtet.

Zum Abschluss möchte ich es nicht versäumen, mich bei Euch noch für die lieben Kommentare zu meiner Käferjacke zu bedanken. Ich habe mich darüber wirklich sehr gefreut!
Ich weiss, dass ich zur Zeit keine gute und aktive Vorzeige-Bloggerin bin, was ich auch selbst sehr bedauere. Aber zur Zeit (ehrlich gesagt, schon seit ein paar Monaten) geht es bei mir gerade etwas drunter und drüber. Kaum denkt man, man hat eine "Baustelle" beseitigt, tauchen dafür gleich zwei neue auf und jedes mal denke ich, nun kann es doch nur noch aufwärts gehen. Naja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt! Also, bitte, bitte verzeiht es mir, wenn ich gerade nicht sonderlich gross zum kommentieren komme.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!
Seid lieb gegrüsst, Eure Sabine!