Sonntag, 19. Oktober 2008

Walkmantel -Teil2

So, heute ging es endlich mal mit dem Mantel weiter. Zuerst der Kragen, hierbei musste ich bei der offenkantigen Verarbeitung beachten, dass die Nahtzugabe bis zum Ansatzpunkt extra angeschnitten wird. Den Kragen und das Revers habe ich jeweils um 1,5cm verlängert.
Nach dem Annähen des Kragens die Nahtzugaben auseinander gebügelt und beidseitig der Naht noch einmal schmalkantig abgesteppt. Anschliessend die NZ zurückgeschnitten. Von innen sieht es jetzt sauber aus und die NZ aussen wird ja eh vom umgeschlagenen Kragen verdeckt.
Als nächstes kamen die aufgesetzten Taschen dran. Diese wollte ich nicht offenkantig aufsetzen, sondern mit einem Futterstoff verstürzen, damit die Taschen auch etwas Halt haben und sich nicht ausbeulen können. Die obere Kante habe ich nach dem Verstürzen von Hand mit verdeckten Stichen geschlossen, damit man auch keine Stiche auf der rechten Seite des Taschenbeutels erkennen kann. Für solche Handarbeiten verwende ich am liebsten meine sichelförmig, gebogene Nähnadel, wie man sie auf obigen Foto sehen kann. Damit lässt es sich viel leichter arbeiten, kann ich nur empfehlen.
So, nur noch die Paspelknopflöcher und Knöpfe annähen, und fertig ist das gute Teil.

Für den Mantel habe ich auch noch ein schönes Accessoire gefunden. Nämlich diese Rose aus Kaninchenfell zum Anstecken. Ich finde, die passt perfekt dazu.
Durch die versch. Belichtung beim Fotografieren, kommt der Stoff farblich leider sehr unterschiedlich raus. Es ist eigentlich ein richtiges Schoko-braun, wie auf dem ersten Foto (ganz oben).
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Kommentare:

  1. Oh, das sieht gut aus!
    Eine sichelförmige Nadel ist etwas Neues für mich. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie das Handnähen einfacher macht. Und die Brosche ist ein Hingucker!
    LG,
    Katrin

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  2. Klasse!! Sag mal, woher bekommt man denn solch eine tolle Fellrose? Oder stammt die noch von der Oma? Sagenhaft!

    lieber Gruß von Ellen

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  3. @ Katrin
    Ja, die Nadel ist speziell für solche Nähte gedacht. Die Stiche werden bei mir damit gleichmässiger und auch unauffälliger, als mit einer geraden Nadel. Anfangs ist sie sehr gewöhnungsbedürftig, da sie einem gerne mal zwischen den Fingern wegkippt. Hat man sich dann aber an sie gewöhnt und sie "im Griff", geht das Nähen damit auch viel schneller.

    @ Ellen
    Die Fellrose (gab es übrigends auch noch in anderen Naturtönen) habe ich auch in Como bekommen, in einer "Merceria" direkt im Zentrum der Altstadt (ist auch, glaube ich, die einzige). Dort habe ich auch schon einige sehr schöne Knöpfe, Bänder und Borten entdeckt.

    Liebe Grüsse an Euch retour,
    Sabine

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